für den Fall der Fälle
Reiseapotheke Checkliste 2026: zum Abhaken & Speichern
Eine gute Reiseapotheke merkt man erst, wenn man sie braucht – meist nachts, im Ausland, ohne offene Apotheke. Stellt unten ein, wer mitreist und wohin, dann passt sich die Checkliste an und ihr hakt ab. Euer Stand wird im Browser gespeichert.
Die interaktive Packliste braucht JavaScript. Hier die Liste zum Durchlesen:
Reiseapotheke
- Persönliche Medikamente + ein paar Tage Reserve
- Schmerz- und Fiebermittel
- Pflaster & Blasenpflaster
- Wunddesinfektion
- Verbandsmaterial, Mullbinde & Tape
- Fieberthermometer
- Mittel gegen Durchfall & Elektrolyte
- Mittel gegen Sodbrennen & Verstopfung
- Mittel gegen Reiseübelkeit
- Allergiemittel
- Nasenspray & Halsschmerzmittel
- Mittel gegen Insektenstiche / Stichheiler
- Einweghandschuhe
- Kompaktes Erste-Hilfe-Set
- Ärztliche Bescheinigung für Medikamente
Reiseapotheke fürs Kind
- Fieber- und Schmerzmittel für Kinder
- Elektrolytlösung bei Durchfall
- Kochsalz-Nasentropfen
- Kinderpflaster
- Wund- und Heilsalbe
- Mückenschutz für Kinder
- Kinder-Sonnencreme LSF 50+
- Dosierspritze oder -löffel
- Nummer vom Kinderarzt & Infos zu Allergien
Kurz & knapp:
- Grundausstattung: Mittel gegen Schmerzen/Fieber, Durchfall, Übelkeit und Allergien, dazu Wundversorgung und Fieberthermometer.
- Kinder: Auswahl und Dosierung immer mit Kinderärztin, Kinderarzt oder Apotheke abstimmen.
- Handgepäck: Wichtige Medikamente immer ins Handgepäck, in Originalverpackung, mit ärztlicher Bestätigung.
- Betäubungsmittel: Für Schengen-Reisen bis 30 Tage braucht ihr eine amtsärztlich beglaubigte Schengen-Bescheinigung.
Die Grundausstattung für jede Reise
Die Reiseapotheke ersetzt keinen Arztbesuch. Sie soll kleinere Beschwerden überbrücken, bis ihr Hilfe vor Ort habt, oder euch einen Abend in der Notaufnahme ersparen. Diese Bereiche sollten abgedeckt sein:
- Schmerzen und Fieberein Präparat, das ihr kennt und vertragt.
- Magen und DarmMittel gegen Durchfall, Elektrolytpulver zum Ausgleich von Flüssigkeit und Salzen, eventuell etwas gegen Verstopfung.
- Übelkeit und Reisekrankheitbesonders bei Schiff, Serpentinen oder langen Autofahrten.
- Allergien und InsektensticheAntihistaminikum, Gel gegen Juckreiz, Insektenschutz.
- Haut und SonneAfter-Sun bzw. kühlendes Gel bei Sonnenbrand, Lippenpflege, Wund- und Heilsalbe.
- ErkältungNasenspray, Halstabletten.
- WundversorgungPflaster in verschiedenen Größen, Blasenpflaster, sterile Kompressen, Mullbinde, Desinfektionsmittel, Pinzette bzw. Zeckenzange, kleine Schere.
- DiagnostikFieberthermometer.
Dazu gehören natürlich eure Dauermedikamente – in ausreichender Menge für die ganze Reise plus Reserve für Verspätungen.
Tipp:
Notiert euch zu jedem Medikament den Wirkstoff, nicht nur den Handelsnamen. Im Ausland heißen dieselben Präparate oft ganz anders – mit dem Wirkstoff findet euch jede Apotheke das Passende.
Ergänzungen für Fernreisen
Je weiter weg, je wärmer und je abgelegener, desto umfangreicher wird die Reiseapotheke. Typische Ergänzungen:
- Mückenschutzein Mittel, das für euer Reiseziel geeignet ist, dazu Moskitonetz und lange, helle Kleidung für die Abendstunden.
- WasserTabletten oder Filter zur Wasserentkeimung, wenn Leitungswasser nicht trinkbar ist.
- Größere Wundversorgungmehr sterile Kompressen, Wundnahtstreifen, Einmalhandschuhe.
- VerschreibungspflichtigesOb für euer Ziel etwa eine Malariaprophylaxe oder ein Notfallmedikament sinnvoll ist, klärt eine reisemedizinische Beratung – idealerweise einige Wochen vor Abreise, zusammen mit den Impfungen.
Welche Impfungen bei einer Fernreise anstehen und wie früh ihr starten solltet, haben wir in unserem Beitrag zu Impfungen für die Weltreise zusammengefasst.
Reiseapotheke für Kinder
Wichtig vorab: Viele Medikamente für Erwachsene sind für Kinder nicht geeignet, und die richtige Dosierung hängt von Alter und Gewicht ab. Stellt die Reiseapotheke für eure Kinder deshalb immer gemeinsam mit eurer Kinderärztin, eurem Kinderarzt oder der Apotheke zusammen. Wir nennen hier bewusst keine Präparate und keine Dosierungen.
Seit 2024 reisen wir mit Finn, und uns hilft dabei eine einfache Ordnung:
- Eigene Tasche für die Kinder-Medikamentegetrennt von denen der Erwachsenen, damit nachts nichts verwechselt wird.
- Kindgerechte DarreichungsformenSäfte, Zäpfchen oder Schmelztabletten – was euer Kind verträgt und was es bisher schon bekommen hat.
- DosierhilfenMesslöffel oder Dosierspritze, die zum Medikament gehört.
- Kinder-BasicsFieberthermometer, Elektrolytlösung für Kinder (nach Rücksprache), Kinderpflaster, Sonnenschutz für Kinderhaut, Nasenspülung bzw. Kochsalz-Nasenspray.
- Infos griffbereitGewicht des Kindes, Impfpass, bekannte Allergien und die Nummer der eigenen Kinderarztpraxis.
Bei hohem Fieber, Atemnot, Austrocknung oder wenn euch etwas komisch vorkommt: lieber früh ärztliche Hilfe vor Ort suchen.
Medikamente im Handgepäck
Alles, was ihr täglich oder im Notfall braucht, gehört ins Handgepäck. Koffer gehen verloren, und im Frachtraum kann es so kalt werden, dass empfindliche Medikamente wie Insulin leiden.
- Originalverpackung und Beipackzettel behalten. Das erleichtert Kontrollen und hilft im Notfall.
- Ärztliche Bestätigung über die Notwendigkeit, am besten auf Englisch, dazu eine Kopie des Rezepts. Das gilt auch für Spritzen, Pens und andere Hilfsmittel.
- Flüssige Medikamente über 100 ml sind bei Bedarf erlaubt, müssen aber bei der Kontrolle vorgezeigt werden. Bei größeren Mengen vorab mit der Airline klären.
- Aufteilen: Wer zu zweit reist, verteilt Dauermedikamente auf beide Handgepäckstücke.
Kühlung unterwegs
Manche Medikamente müssen gekühlt werden, andere vertragen keine Hitze über längere Zeit. Für die Reise gibt es isolierte Medikamententaschen und spezielle Kühltaschen, teils mit Kühlelementen. Legt Medikamente nicht direkt auf einen gefrorenen Kühlakku, sonst können sie einfrieren. Im Auto gilt: nie im Handschuhfach oder Kofferraum in der Sonne liegen lassen. Am Zielort hilft ein Kühlschrank im Zimmer – fragt bei der Buchung danach.
Medikamente im Ausland: Einfuhrregeln
Nicht jedes Medikament, das bei uns erlaubt ist, darf überall eingeführt werden. Besonders streng sind die Regeln für Arzneimittel, die unter das Suchtmittel- bzw. Betäubungsmittelrecht fallen – etwa starke Schmerzmittel oder bestimmte ADHS-Medikamente.
- Schengen-StaatenFür Reisen bis zu 30 Tagen braucht ihr die sogenannte Schengen-Bescheinigung. Laut Gesundheitsministerium füllt sie die verschreibende Ärztin bzw. der verschreibende Arzt aus; beglaubigen muss sie die Amtsärztin oder der Amtsarzt der für euren Hauptwohnsitz zuständigen Bezirkshauptmannschaft bzw. des Magistrats. In Deutschland beglaubigt die zuständige Landesgesundheitsbehörde bzw. eine von ihr beauftragte Stelle, häufig das Gesundheitsamt.
- Außerhalb von SchengenHier gelten die Regeln des Ziellandes. Informiert euch frühzeitig bei der Botschaft des Reiselandes. Manche Länder akzeptieren eine englischsprachige ärztliche Bescheinigung mit Einzel- und Tagesdosis, andere verlangen deutlich mehr.
- Nur für den EigenbedarfDiese Medikamente dürft ihr nur für euch selbst mitführen, nicht für andere transportieren.
Für Reisen innerhalb der EU außerdem praktisch: Die Europäische Krankenversicherungskarte befindet sich in Österreich auf der Rückseite der e-card. Eine Reiseversicherung mit Rücktransport ersetzt sie aber nicht. Die Checklisten für alle anderen Reisearten findet ihr auf unserer Seite Checkliste Urlaub.
Häufige Fragen zur Reiseapotheke
Was gehört in eine Reiseapotheke?
Mittel gegen Schmerzen und Fieber, Durchfall, Übelkeit, Allergien und Insektenstiche, dazu Sonnen- und Wundversorgung (Pflaster, Desinfektion, Verband, Pinzette) und ein Fieberthermometer. Eure Dauermedikamente kommen in ausreichender Menge plus Reserve dazu.
Was gehört in die Reiseapotheke für Kinder?
Grundsätzlich dieselben Bereiche wie bei Erwachsenen, aber in kindgerechten Darreichungsformen. Welche Präparate in welcher Dosierung passen, hängt von Alter und Gewicht ab – das solltet ihr unbedingt mit Kinderarzt oder Apotheke besprechen.
Darf ich Medikamente im Handgepäck mitnehmen?
Ja. Notwendige Medikamente gehören sogar ins Handgepäck. Flüssige Medikamente über 100 ml sind erlaubt, wenn ihr sie während der Reise braucht; sie müssen bei der Kontrolle vorgezeigt werden. Originalverpackung und eine ärztliche Bestätigung erleichtern das deutlich.
Was ist eine Schengen-Bescheinigung?
Ein Formular, mit dem ihr Medikamente, die unter das Betäubungsmittel- bzw. Suchtmittelrecht fallen, für bis zu 30 Tage in andere Schengen-Staaten mitnehmen dürft. Die Ärztin oder der Arzt füllt es aus, in Österreich beglaubigt es die Amtsärztin oder der Amtsarzt der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde.
Wie kühle ich Medikamente auf Reisen?
Mit einer isolierten Medikamenten- oder Kühltasche, gegebenenfalls mit Kühlelementen – aber ohne direkten Kontakt zum gefrorenen Akku. Im Flugzeug gehören temperaturempfindliche Medikamente ins Handgepäck, am Zielort in den Kühlschrank.