Reisen mit Kind
Laufrad ab wann? Alter, Innenbeinlänge und Größentabelle 2026

Das Wichtigste in Kürze:
- Ab wann: Puky und Kokua nennen ab 2 Jahren, woom ab 1,5 Jahren für das GO 1. Laut Stiftung Warentest eignen sich die meisten Laufräder ab etwa zweieinhalb Jahren.
- Größe: Entscheidend ist die Schrittlänge. woom rät zu 3 bis 5 cm Luft zwischen Sattel und Po, wenn das Kind mit beiden Füßen fest am Boden steht.
- Bremse: Stiftung Warentest sieht kaum Sicherheitsvorteile, woom empfiehlt dagegen eine kindgerechte Handbremse zum frühen Üben.
- Helm: Für Stiftung Warentest ein „absolutes Muss“, auch der DVR rät dazu. Beim Absteigen den Helm wieder abnehmen.
- Tests: Bei Stiftung Warentest waren 2021 zehn von 13 Laufrädern mangelhaft, meist wegen Schadstoffen in Griffen, Sätteln oder Reifen.
Welches Laufrad passt zu eurem Kind?
Vier kurze Fragen, danach zeigen wir euch drei Laufräder, deren Herstellerangaben am besten zu euren Antworten passen.
- woom WOW ca. 179 € (UVP woom Österreich) Laut woom selbst-balancierend und für 9 bis 36 Monate gedacht. Mit 2,7 kg das leichteste Modell im Vergleich. Bei Amazon ansehen*
- Early Rider Super Velio ca. 199 € (UVP Early Rider EU) Für 0 bis 2 Jahre ab 22 cm Schrittlänge, Sattel 20 bis 23,5 cm, pannensichere EVA-Reifen und abnehmbare Schiebestange. Bei Amazon ansehen*
- Puky LR M ca. 95 bis 100 € (UVP Puky) Ab 2 Jahren und 30 cm Schrittlänge, leise und wartungsarme EVA-Reifen, das günstigste Modell im Vergleich. Bei Amazon ansehen*
Auswahl nach Herstellerangaben, keine Testnoten. *Partnerlinks: Kauft ihr darüber, bekommen wir eine kleine Provision, für euch kostet es nichts mehr.
Stand November 2026: Altersangaben, Schrittlängen, Gewichte und Preise auf den offiziellen Seiten von Puky, woom, Kokua und Early Rider geprüft.
Ein Laufrad passt, sobald euer Kind sicher steht und geht und mit beiden Füßen flach auf dem Boden steht, während es auf dem Sattel sitzt. Bei den meisten Laufrädern ist das ab etwa 2 Jahren der Fall, kleine Spezialmodelle starten schon mit 9 bis 18 Monaten. Wichtiger als das Alter ist die Schrittlänge. Wir haben zusammengetragen, was Hersteller, Fachstellen und Tester sagen, wie ihr richtig messt und welche Laufräder es gibt.
Laufrad ab wann: was Hersteller und Fachstellen sagen
Eine feste Altersgrenze gibt es nicht. woom formuliert es so: Der richtige Zeitpunkt hängt von der Entwicklung ab, das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig sei, dass das Kind sicher auf zwei Beinen stehen und gehen kann. Viele Kinder schieben ihr Laufrad anfangs nur herum, bevor sie sich draufsetzen. Das ist normal.
Die Angaben im Detail: Puky gibt für das LR M „2 + Jahre“ an, für die größeren Modelle LR L und LR Light zweieinhalb Jahre. Kokua nennt für die LIKEaBIKE-Modelle 2 bis 4 Jahre, Early Rider für das Seeker 12 ebenfalls 2 bis 4 Jahre. woom ordnet das GO 1 bei 1,5 bis 3,5 Jahren ein. Stiftung Warentest schreibt im Laufrad-Test von 2021, dass sich die meisten Modelle ab etwa zweieinhalb Jahren eignen. Die Testkinder waren rund drei Jahre alt.
Auch der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) nennt 2 Jahre: Ab dann können Kinder mit Dreirad oder Laufrad spielen. Öko-Test zitiert die Deutsche Verkehrswacht mit „ab etwa zwei Jahren“, schränkt aber ein, dass viele Zweijährige körperlich und kognitiv noch nicht so weit sind.
Laufrad ab 1 Jahr: geht das?
Klassische Laufräder sind für Einjährige meist zu groß. Es gibt aber einige Modelle, die genau für diese Phase gebaut sind. Sie haben sehr niedrige Sättel, kleine Räder und helfen beim Balancieren.
- woom WOWlaut woom „das einzige selbst-balancierende Laufrad“, für 9 bis 36 Monate und 70 bis 100 cm Körpergröße. Es wiegt 2,7 kg und hat einen selbst-zentrierenden Lenker für Kinder, die Lenken und Balancieren noch nicht gleichzeitig schaffen.
- Early Rider Super Veliofür 0 bis 2 Jahre, ab 22 cm Schrittlänge. Der Sattel lässt sich zwischen 20 und 23,5 cm einstellen, die Reifen sind aus pannensicherem EVA-Schaum. Eine abnehmbare Schiebestange hilft euch, das Kind am Anfang zu begleiten.
Beide Modelle sind eher ein Zwischenschritt. woom schreibt selbst, dass Kinder ab 18 Monaten auf das größere GO 1 umsteigen können. Wer für die Allerkleinsten erst einmal etwas zum Draufsetzen und Schieben sucht, findet im Beitrag Bobby Car ab wann eine weitere Alternative.
Laufrad für 2 Jahre: Innenbeinlänge messen statt raten
Die Hersteller geben für jedes Modell eine Schrittlänge an, auch Innenbeinlänge oder Schritthöhe genannt. Sie ist verlässlicher als Alter oder Körpergröße, weil Kinder unterschiedlich lange Beine haben. Puky beschreibt das Messen so:
- An die Wand stellenEuer Kind stellt sich mit Schuhen und mit dem Rücken an eine Wand.
- Buch einklemmenEin Buch zwischen die Beine klemmen, die waagerechte Oberkante sitzt im Schritt.
- Abstand messenMit Maßband oder Zollstock von der Oberkante des Buchs bis zum Boden messen. Der Wert in Zentimetern ist die Schrittlänge.
- Mit der Tabelle abgleichenDie Schrittlänge muss im Bereich des Modells liegen, idealerweise im unteren Drittel, damit das Laufrad mitwachsen kann.
Für die Sattelhöhe gilt laut woom: Das Kind steht mit beiden Füßen fest am Boden, zwischen Sattel und Po bleiben 3 bis 5 cm Platz. Kokua gibt bei seinen Laufrädern die Sattelhöhe jeweils 2 cm unter der Innenbeinlänge an. Sobald euer Kind mehr läuft als geht, könnt ihr den Sattel laut woom schrittweise höher stellen.
Laufrad-Größentabelle nach Herstellerangaben
| Modell | Schrittlänge | Körpergröße | Sattelhöhe | Alter laut Hersteller |
|---|---|---|---|---|
| Early Rider Super Velio | ab 22 cm | keine Angabe | 20 bis 23,5 cm | 0 bis 2 Jahre |
| woom WOW | keine Angabe | 70 bis 100 cm | keine Angabe | 9 bis 36 Monate |
| Puky LR M | 30 bis 43 cm | 85 bis 110 cm | keine Angabe | ab 2 Jahren |
| Puky NEXT 12 | 31 bis 47 cm | 85 bis 115 cm | keine Angabe | ab 2 Jahren |
| woom GO 1 | keine Angabe | 82 bis 100 cm | keine Angabe | 1,5 bis 3,5 Jahre |
| Early Rider Seeker 12 | ab 33 cm | keine Angabe | 31,5 bis 39,5 cm | 2 bis 4 Jahre |
| Puky LR L | 34 bis 47 cm | 90 bis 115 cm | keine Angabe | ab 2,5 Jahren |
| Puky LR Light | 35 bis 48 cm | 90 bis 120 cm | keine Angabe | ab 2,5 Jahren |
| Kokua LIKEaBIKE jumper | 36 bis 46 cm | keine Angabe | 34 bis 44 cm | 2 bis 4 Jahre |
Ein Kind mit 31 cm Schrittlänge passt also auf ein Puky LR M, aber noch nicht auf den Kokua jumper, obwohl beide „ab 2 Jahren“ heißen.
10 oder 12 Zoll: welche Radgröße passt?
Kleine Räder erlauben einen niedrigen Sattel, größere rollen ruhiger über Kanten, Schotter und Wiese. Die meisten Laufräder für Zweijährige haben 12 oder 12,5 Zoll. Puky setzt beim LR M auf kleinere Räder, die der Hersteller mit 8,8 Zoll angibt, das LR Light und das LR L haben 12,5 Zoll.
Eine Zwischenlösung ist das Puky NEXT 12: Es lässt sich laut Puky mit einem separat erhältlichen Upsize Kit von 12 auf 14 Zoll umrüsten und wächst so eine Stufe mit.
Wie schwer darf ein Laufrad sein?
Eine offizielle Grenze gibt es nicht, aber das Verhältnis zum Körpergewicht ist bei Kleinkindern deutlich. Laut den Wachstumskurven der WHO wiegen Kinder mit 24 Monaten im Median etwa 12,2 kg (Buben) beziehungsweise 11,5 kg (Mädchen).
Unsere eigene Rechnung: Ein 3 kg schweres Laufrad entspricht bei einem 12 kg schweren Kind etwa einem Viertel seines Körpergewichts, ein 5 kg schweres schon gut 40 Prozent. Das spürt euer Kind beim Aufheben nach einem Sturz und beim Schieben bergauf, und ihr spürt es beim Heimtragen. Leichte Modelle mit Alurahmen liegen bei rund 3 bis 3,5 kg, schwerere mit Stahlrahmen oder Bremse darüber.
Bremse am Laufrad: ja oder nein, und ab wann?
Hier gehen die Meinungen auseinander. Stiftung Warentest hat 2021 bewusst nur Laufräder ohne Bremse getestet und schreibt, eine Bremse biete „kaum Vorteile in puncto Sicherheit“, weil kleine Kinder Gefahren oft nicht einschätzen und die Bremse nicht richtig nutzen können. Kokua sieht es ähnlich: Die besten Bremsen seien die Füße des Kindes, weil es sie intuitiv einsetzt. Eine Bremse gibt es für den jumper trotzdem als Zubehör.
woom und Puky setzen dagegen auf eine kindgerechte Handbremse. woom argumentiert, dass Kinder das Bremsen am besten schon auf dem Laufrad lernen. Beim Umstieg aufs Fahrrad können sie sich dann ganz aufs Treten konzentrieren. Der grüne Bremshebel am woom GO 1 soll Kindern helfen, die Hinterradbremse zu erkennen. Puky verbaut beim LR L eine Trommelbremse am Hinterrad (ab 2,5 Jahren), beim NEXT 12 eine V-Brake hinten.
Für eine Bremse spricht
- Kind lernt das Bremsen früh und spielerisch
- Kein Umgewöhnen beim ersten Fahrrad
- Puky nennt den Bremshebel „leicht zu dosieren“
- Schont die Schuhsohlen
Gegen eine Bremse spricht
- Laut Stiftung Warentest kaum Sicherheitsvorteil
- Kleine Kinder bremsen intuitiv mit den Füßen
- Mehr Gewicht und mehr Teile zum Einstellen
- Nur sinnvoll, wenn der Hebel für kleine Hände erreichbar ist
Unser Fazit aus den Quellen: Für ein Zweijähriges ist eine Bremse kein Muss. Wenn ihr eine wollt, achtet auf einen kurzen, leichtgängigen Hebel. Der DVR rät, beim Kauf zu prüfen, ob das Kind allein aufsteigen, lenken und bremsen kann.
Tipp:
woom empfiehlt, das Bremsen erst zu zeigen, sobald das Rollen klappt: Hinterrad anheben, schwungvoll drehen und vorführen, wie der Bremshebel es stoppt. Die ersten Versuche dann in einem Park oder Innenhof abseits vom Verkehr.
Luftreifen oder EVA-Reifen?
Laufräder rollen entweder auf Luftreifen oder auf Reifen aus EVA-Schaum, einem festen Kunststoff. Puky bietet beides an und beschreibt die Unterschiede so: EVA-Reifen sind „flüsterleise“, wartungsarm, wärme- und witterungsbeständig, und ein platter Reifen ist unmöglich. Luftreifen sind beim Grip auf jedem Untergrund und beim Komfort überlegen, und über den Luftdruck lässt sich das Fahrgefühl anpassen. Kokua nutzt beim jumper breite Ballonreifen mit rund 2 bar als natürliche Federung.
Praktisch für unterwegs: woom verbaut beim GO 1 Autoventile, die sich an jeder Tankstelle befüllen lassen.
Helm beim Laufrad: was Fachstellen raten
In Österreich gilt die Radhelmpflicht für Kinder bis 12 Jahre beim Radfahren, in Deutschland gibt es keine Helmpflicht. Eine eigene Pflicht fürs Laufrad nennen die Fachstellen nicht. Die Fachstellen sind sich trotzdem einig: Ein Helm gehört auch aufs Laufrad. Für Stiftung Warentest sind feste Schuhe und ein robuster Kinderfahrradhelm „ein absolutes Muss“. Der DVR schreibt: Das Kind muss einen Helm tragen, er muss fest sitzen, darf nicht drücken und nicht rutschen. Steigt das Kind ab und spielt etwas anderes, soll der Helm wieder herunter. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) empfiehlt Fahrradhelme jedem Alter dringend.
Darauf achtet ihr beim Laufradfahren
- Helm anprobieren: Das KFV rät, das Kind zum Kauf mitzunehmen. Der Helm soll gut sitzen und helle Farben sowie Reflektoren haben.
- Nach Sturz tauschen: Laut KFV den Helm nach einem Sturz auf jeden Fall ersetzen, auch ohne sichtbare Schäden.
- Helm ab beim Spielen: Nach dem Absteigen den Helm abnehmen, rät der DVR, etwa bevor es auf den Spielplatz geht.
- Nicht auf die Straße: Puky schreibt zu seinen Laufrädern: „Nicht im Straßenverkehr zu verwenden.“ Der DVR rät: unterwegs auf dem Gehweg und immer mit einem Erwachsenen.
- Halt am Gehsteigrand: Das KFV empfiehlt, mit Kindergartenkindern das Anhalten an der Gehsteigkante zu üben, egal ob zu Fuß, mit Roller oder Laufrad.
- Feste Schuhe: Wer mit den Füßen bremst, braucht stabile Sohlen. Sandalen sind keine gute Idee.
Laufrad-Test: was Stiftung Warentest und Öko-Test gefunden haben
Einen eigenen Laufrad-Test haben wir nicht gemacht. Die großen Verbrauchertests sind frei lesbar nur zum Teil, die Noten einzelner Modelle stehen hinter der Bezahlschranke. Was öffentlich bekannt ist:
- Stiftung Warentest 201815 Laufräder, davon 11 mangelhaft und nur drei gut. Gefunden wurden vor allem PAK in Griffen, Sätteln und Reifen. Bei einem Modell konnte ein niedrig eingestellter Sattel an Bordsteinen hängen bleiben, bei einem anderen drohten Quetschungen am Gabelschaft.
- Stiftung Warentest 202113 Laufräder zwischen 35 und 209 Euro, davon zehn mangelhaft, zwei gut, eins befriedigend. Die Tester fanden PAK, Phthalat-Weichmacher, Flammschutzmittel und kurzkettige Chlorparaffine. Laut Test nicht akut giftig, aber langfristig bedenklich. Unter den getesteten Modellen waren Puky LR M, Puky LR Light, Kokua Like a Bike Jumper und Early Rider Superply Bonsai.
- Öko-Test 201910 Laufräder, nur zwei „gut“, zwei „mangelhaft“. In sieben Produkten steckten PAK in Griffen und Sätteln. Bei drei Rädern hingen Trittbrett oder Ständer so tief, dass sie an Bordsteinkanten hängen bleiben können, bei zwei ließ sich der Sattel um höchstens 5 cm verstellen.
Welche Note ein bestimmtes Modell bekommen hat, ist nicht frei zugänglich, und manche Modelle wurden seither überarbeitet. Aus den frei lesbaren Teilen lassen sich aber gute Prüfpunkte ableiten.
Prüfpunkte aus den Tests
- Sattel und Lenker sind höhenverstellbar, der Sattel deutlich mehr als 5 cm.
- Trittbrett und Seitenständer hängen nicht zu tief über dem Boden.
- Lenkergriffe mit Prallschutz, Öko-Test verweist auf 4 cm Durchmesser laut Norm EN 14765.
- Keine Klemmstellen an Gabel und Seitenständer, an denen Finger hineingeraten.
- Ein Trittbrett zum Ausruhen der Beine ist laut Stiftung Warentest sinnvoll.
- Bei Kokua und woom begrenzt ein Lenkungsdämpfer oder Lenkeinschlagsbegrenzer das Verreißen des Lenkers.
Laufräder im Vergleich: 8 Modelle und ihre Eckdaten
Wir vergeben keine Noten. Hier stehen die Eckdaten so, wie die Hersteller sie auf ihren offiziellen Seiten angeben, vom Einstiegsmodell für Einjährige bis zum Geländelaufrad.
| Modell | Gewicht | Passt bei | Reifen und Bremse | Preis ca. |
|---|---|---|---|---|
| woom WOW* | 2,7 kg | 9 bis 36 Monate, 70 bis 100 cm | selbst-balancierend, selbst-zentrierender Lenker | 179 € |
| Early Rider Super Velio* | 2,8 kg | 0 bis 2 Jahre, Schritt ab 22 cm | EVA-Schaum, abnehmbare Schiebestange | 199 € |
| Puky LR M* | 3,5 kg | ab 2 Jahren, Schritt 30 bis 43 cm | EVA, ohne Bremse | 95 bis 100 € |
| Puky NEXT 12* | 4,1 kg | ab 2 Jahren, Schritt 31 bis 47 cm | Luft 12 Zoll, V-Brake hinten, auf 14 Zoll umrüstbar | 150 € |
| woom GO 1* | 3 kg | 1,5 bis 3,5 Jahre, 82 bis 100 cm | Luft 12 Zoll, Handbremse hinten | 269 € |
| Puky LR Light* | 3,3 kg | ab 2,5 Jahren, Schritt 35 bis 48 cm | Luft 12,5 Zoll, Alurahmen, Tragegriff am Sattel | 190 bis 200 € |
| Kokua LIKEaBIKE jumper* | 3,4 kg | 2 bis 4 Jahre, Innenbein 36 bis 46 cm | Luft 12 Zoll, gefederte Schwinge, Bremse als Zubehör | 199 € |
| Early Rider Seeker 12* | 3,36 kg | 2 bis 4 Jahre, Schritt ab 33 cm | Luft 12 x 2,2 Zoll, Bremse nachrüstbar | 259 € |
* Affiliate-Link: Kauft ihr darüber, bekommen wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts.
Preise laut den offiziellen Shops, Stand November 2026: woom WOW und GO 1 im österreichischen woom-Shop, Puky im Puky-Shop (je nach Farbe unterschiedlich), Kokua im Kokua-Shop, Early Rider im europäischen Early-Rider-Shop. Im Handel sind die Preise oft niedriger. Puky gibt die Gewichte ohne Pedale, Seitenständer und Korb an, die anderen Hersteller ohne nähere Erklärung.
Laufrad auf Reisen: Auto, Flugzeug und Urlaub
Strandpromenade, Hotelgarten, Radweg am See: Ob das Laufrad mitkommt, hängt vor allem von Gewicht und Packmaß ab.
Legt das Laufrad so in den Kofferraum, dass es beim Bremsen nicht verrutscht, und packt es als Letztes ein, damit es am Rastplatz griffbereit ist. Mehr Ideen für lange Strecken stehen in unserem Beitrag zur Autofahrt mit Kleinkind.
Ob ein Laufrad zusätzlich zum Freigepäck mitfliegt, regelt jede Airline selbst. Austrian Airlines nennt auf der Freigepäck-Seite zum Beispiel nur klappbare Kinderwägen bis 10 kg als kostenfrei, Laufräder werden dort nicht erwähnt. Fragt also vor der Buchung nach, ob das Laufrad als Sportgepäck, Sonderartikel oder im normalen Koffer reisen muss. Alles Weitere zum Fliegen mit den Kleinsten steht im Beitrag Fliegen mit Kleinkind.
Belastbare Angaben zum Laufrad-Verleih in Urlaubsregionen haben wir nicht gefunden. Fragt am besten direkt im Hotel oder in der Ferienanlage nach, ob es Kinderfahrzeuge zum Ausleihen gibt. Für zu Hause bietet Puky über Ollo ein Miet-Abo mit Größenwechsel an. Ob das in Österreich verfügbar ist, solltet ihr vorher prüfen.
Für Bergtouren bleibt das Laufrad meist im Auto, dort ist eine Kraxe das bessere Transportmittel. Auf flachen Radwegen, Promenaden und in Feriendörfern spielt das Laufrad dafür seine Stärken aus. Ideen für passende Ziele findet ihr in unseren Reisezielen mit Kleinkind in Europa.
Vom Laufrad aufs Fahrrad
Das Laufrad ersetzt die Stützräder. woom beschreibt den Vorteil so: Wer auf dem Laufrad Gleichgewicht, Lenken und Bremsen gelernt hat, muss sich auf dem Fahrrad nur noch auf das Treten konzentrieren. Stützräder würden das Gleichgewichtsgefühl dagegen eher behindern und den Umstieg erschweren. Der DVR nennt für Spiel-Fahrräder ein Alter von 4 oder 5 Jahren.
Zeichen, dass euer Kind bereit fürs Fahrrad ist
- Es rollt längere Strecken mit angezogenen Beinen und hält dabei die Balance.
- Es lenkt sicher durch Kurven und weicht Hindernissen aus.
- Es bremst kontrolliert, mit den Füßen oder mit der Handbremse.
- Der Sattel steht am Laufrad schon fast ganz oben.
- Es interessiert sich für Pedale, weil größere Kinder Fahrrad fahren.
Kinder, die erst spät mit dem Laufrad anfangen, müssen nicht zwingend auf ein Mini-Modell. woom empfiehlt das GO 1 PLUS mit 14 Zoll und Trittbrett ab etwa 95 cm Körpergröße für Kinder, die erst später einsteigen oder länger beim Laufrad bleiben wollen.
Häufige Fragen zum Laufrad
Ab wann kann ein Kind Laufrad fahren?
Die meisten Hersteller nennen 2 Jahre, woom das GO 1 schon ab 1,5 Jahren. Stiftung Warentest schreibt, die meisten Modelle eignen sich ab etwa zweieinhalb Jahren. Entscheidend ist, dass das Kind sicher steht und geht und mit beiden Füßen flach am Boden steht, während es auf dem Sattel sitzt.
Gibt es ein Laufrad ab 1 Jahr?
Ja, einige Spezialmodelle. Das woom WOW ist laut woom für 9 bis 36 Monate gedacht und balanciert sich selbst aus. Das Early Rider Super Velio gibt der Hersteller für 0 bis 2 Jahre und ab 22 cm Schrittlänge an. Klassische 12-Zoll-Laufräder sind für Einjährige meist zu groß.
Welches Laufrad für 2 Jahre?
Messt zuerst die Schrittlänge. Liegt sie um 30 bis 34 cm, passen kleine Modelle wie Puky LR M, Puky NEXT 12 oder woom GO 1. Ab etwa 35 cm passen auch Puky LR Light oder Kokua LIKEaBIKE jumper. Die genauen Bereiche stehen in unserer Größentabelle.
Wie messe ich die Innenbeinlänge für ein Laufrad?
Kind mit Schuhen an die Wand stellen, ein Buch mit der Oberkante in den Schritt klemmen und den Abstand von der Buchoberkante bis zum Boden messen. Der Sattel sollte laut woom so stehen, dass zwischen Sattel und Po 3 bis 5 cm Luft bleiben, wenn das Kind mit beiden Füßen fest am Boden steht.
Braucht ein Laufrad eine Bremse?
Nicht unbedingt. Stiftung Warentest sieht kaum Sicherheitsvorteile, weil kleine Kinder intuitiv mit den Füßen bremsen. woom empfiehlt dagegen eine kindgerechte Handbremse, damit das Kind das Bremsen schon vor dem ersten Fahrrad lernt. Wichtig ist, dass der Hebel für kleine Hände erreichbar und leichtgängig ist.
Muss mein Kind auf dem Laufrad einen Helm tragen?
Gesetzlich vorgeschrieben ist es nicht, empfohlen aber sehr wohl. Stiftung Warentest nennt einen robusten Kinderfahrradhelm und feste Schuhe ein absolutes Muss, auch der DVR rät dazu. Nach dem Absteigen sollte der Helm wieder herunter, etwa bevor es auf den Spielplatz geht.
Titelbild: Bara Cross via Pexels.
* Affiliate-Link: Wenn ihr darüber bucht oder kauft, bekommen wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts.


