Finanzen
Revolut Erfahrungen 2026: Unser Fazit nach rund 4 Jahren auf Reisen

Unsere Revolut-Erfahrungen in Kürze:
- Tarif: Revolut Standard, also das Gratis-Konto ohne Monatsgebühr.
- Seit: rund 4 Jahren, auf jeder Reise im Einsatz.
- Stark: Bezahlen in Fremdwährung, etwa in Thailand, ohne Fremdwährungskosten. Bezahlen per Handy klappt sehr gut.
- Weniger gut: Manche Geschäfte nehmen nur eine physische Karte. QR-Codes auf Rechnungen konnten wir in der App nicht scannen.
- Kosten im Gratis-Tarif: Umtausch unter der Woche bis 1.000 € pro Monat ohne Gebühr, Bargeld bis 200 € oder 5 Abhebungen pro Monat gratis.
- Fazit: Für Reisen außerhalb des Euroraums eine klare Empfehlung, als zweite Karte neben dem Hauptkonto.
Stand November 2026: Unsere eigenen Erfahrungen mit Revolut Standard, Gebühren laut Preisverzeichnis von Revolut Österreich geprüft.
Wir nutzen Revolut seit rund vier Jahren, und zwar im kostenlosen Standard-Tarif. Revolut war auf jeder Reise dabei, zuletzt im Februar 2026 in Thailand. Dort haben wir in Baht bezahlt, ohne Fremdwährungsgebühren. Unser Fazit: Zum Bezahlen im Ausland ist Revolut für uns die beste Karte, vor allem mit dem Handy. Es gibt aber ein paar Haken im Gratis-Tarif, und manches klappt im Alltag nicht so, wie man es erwartet. Hier unsere ehrlichen Erfahrungen.
Unsere Erfahrungen mit Revolut auf Reisen
Revolut ist für uns die Reisekarte: Seit rund vier Jahren war sie auf jeder Reise dabei. Das meiste läuft bei uns über das Handy: Revolut ist im Handy hinterlegt, wir halten es an das Terminal und fertig.
Thailand: in Baht bezahlt, ohne Fremdwährungskosten
Im Februar 2026 waren wir mit Kleinkind in Khao Lak und auf Phuket. Dort haben wir mit Revolut in Thailändischen Baht bezahlt, ohne Fremdwährungskosten. Genau dafür lohnt sich Revolut am meisten: Mit der Karte einer klassischen österreichischen Bank kostet jede Zahlung in Fremdwährung meist einen Aufschlag, bei easy gratis von easybank laut capitalo.at zum Beispiel 0,75 %. Bei Revolut ist der Umtausch im Standard-Tarif unter der Woche bis 1.000 € pro Monat gebührenfrei.
Unser Tipp für Thailand und andere Länder mit eigener Währung:
Wenn das Terminal fragt, ob ihr in Euro oder in Baht zahlen wollt, wählt immer Baht. Sonst rechnet der Händler selbst um, und das ist fast immer teurer als der Kurs von Revolut.
Bezahlen per Handy: klappt fast immer, aber nicht überall
Am Anfang hatten wir nur die virtuelle Karte im Handy. Das hat fast überall funktioniert. In einigen Supermärkten und Geschäften ging aber nur die echte Karte. Dafür kann Revolut nichts, es liegt am Terminal oder am Geschäft. Wir haben uns deshalb doch die physische Karte bestellt. Laut Revolut ist die erste Karte im Standard-Tarif kostenlos, für den Versand fallen in Österreich 7,99 € an. Unser Rat: Bestellt die Karte vor der ersten Reise, damit ihr nicht im Urlaub ohne dasteht.
Bargeld: selten gebraucht
Bargeld haben wir mit Revolut nur gelegentlich abgehoben, weil wir fast alles mit Karte oder Handy bezahlen. Im Standard-Tarif sind bis zu 200 € oder 5 Abhebungen pro Monat kostenlos, je nachdem, was zuerst erreicht ist. Danach verlangt Revolut 2 % des Betrags, mindestens 1 € pro Abhebung. Gebühren des Automatenbetreibers kommen unabhängig davon dazu.
Was uns nicht gefällt: QR-Codes auf Rechnungen
Was wir nicht verstehen: Viele Rechnungen haben einen QR-Code für die Überweisung, den man mit der Banking-App scannt. In der Revolut-App ist uns das nicht gelungen. Nach unserer Recherche ist das kein Bedienfehler. Im Revolut-Forum wünschen sich Nutzer genau diese Funktion für SEPA-Überweisungen, eine Lösung von Revolut haben wir dort nicht gefunden. Bis dahin bleibt nur, IBAN und Betrag von Hand einzutippen oder die Rechnung über ein anderes Konto zu zahlen.
Und Sabrina?
Sabrina hat auch ein Revolut-Konto, nutzt es aber kaum. Ein gemeinsames Konto oder Unterkonto haben wir nicht, bezahlt wird auf Reisen meistens mit meiner Karte. Wer gemeinsam reist und Ausgaben teilen will, kann bei Revolut aber auch gemeinsame Unterkonten anlegen.
Was kostet Revolut Standard?
Der Standard-Tarif kostet keine Monatsgebühr. Diese Gebühren gelten laut Preisverzeichnis von Revolut Österreich, Stand November 2026:
| Leistung | Revolut Standard |
|---|---|
| Kontoführung | 0 € |
| Erste physische Karte | kostenlos, Versand innerhalb Österreichs 7,99 € |
| Ersatzkarte | 6 € plus Versand |
| Umtausch und Zahlen in Fremdwährung | Mo–Fr ohne Gebühr bis 1.000 € pro Monat, darüber 1 % |
| Umtausch am Wochenende | 1 % Aufschlag (Freitag 23 Uhr bis Montag 0 Uhr österreichischer Zeit) |
| Bargeld abheben | bis 200 € oder 5 Abhebungen pro Monat gratis, danach 2 %, mind. 1 € |
| Überweisungen in Euro (SEPA) | kostenlos |
| An andere Revolut-Nutzer | kostenlos, sofort |
In das Limit von 1.000 € zählen übrigens nicht nur Währungen, sondern auch Krypto- und Rohstoffkäufe in der App. Wer mehr umtauscht, zahlt im Plus-Tarif bis 3.000 € pro Monat nichts, bei Premium und Metal gibt es kein Limit. Wir sind bisher mit dem Gratis-Tarif ausgekommen.
Revolut: Vor- und Nachteile aus unserer Sicht
Pro
- Bezahlen in Fremdwährung unter der Woche ohne Gebühr, bei uns zuletzt in Thailand
- Bezahlen per Handy klappt sehr gut
- Konto in wenigen Minuten per App eröffnet, keine Monatsgebühr
- Ausgaben und Umtausch sofort in der App sichtbar
- Banklizenz in der EU (Litauen) mit Einlagensicherung bis 100.000 €
Contra
- Am Wochenende 1 % Aufschlag beim Umtausch
- Im Gratis-Tarif nur 200 € Bargeld oder 5 Abhebungen pro Monat kostenlos
- Physische Karte kostet 7,99 € Versand, und nicht jedes Geschäft nimmt nur das Handy
- QR-Codes auf Rechnungen konnten wir in der App nicht scannen
- Debitkarte: Für die Mietwagen-Kaution braucht ihr eine echte Kreditkarte
Für wen lohnt sich Revolut?
Revolut lohnt sich für alle, die regelmäßig außerhalb des Euroraums reisen, also etwa in die Türkei, nach Thailand, in die Schweiz oder in die USA. Als zweite Karte neben dem Hauptkonto kostet sie nichts und spart bei jeder Zahlung in Fremdwährung. Wer nur in Euro-Länder reist, braucht Revolut nicht unbedingt, dort zahlt man mit fast jeder österreichischen Karte ohne Aufschlag.
Für Familien gilt außerdem: Nehmt immer eine zweite Karte einer anderen Bank mit, falls eine nicht funktioniert oder gesperrt wird, und eine echte Kreditkarte für Mietwagen und Hotelkaution. Wie Revolut im Vergleich zu N26, Trade Republic, DKB und Wise abschneidet, steht in unserem Vergleich Das beste Gratiskonto für Reisen.
So eröffnet ihr ein Revolut-Konto
- App ladenRevolut gibt es für iPhone und Android. Die Anmeldung läuft komplett in der App.
- Ausweis bestätigenIhr fotografiert Reisepass oder Personalausweis und macht ein Selfie. Danach ist das Konto meist schnell freigeschaltet.
- Geld aufladenPer Überweisung vom Hauptkonto oder mit einer anderen Karte. Danach könnt ihr sofort mit der virtuellen Karte im Handy bezahlen.
- Physische Karte bestellenRechtzeitig vor der Reise, weil nicht jedes Geschäft das Handy akzeptiert. Der Versand kostet im Standard-Tarif 7,99 €.
- Limits und Benachrichtigungen prüfenSchaltet Push-Nachrichten für jede Zahlung ein. Bei Verlust sperrt ihr die Karte direkt in der App.
Häufige Fragen zu Revolut
Ist Revolut wirklich kostenlos?
Der Standard-Tarif kostet keine Monatsgebühr. Kosten entstehen für den Versand der physischen Karte (7,99 € in Österreich), beim Umtausch über 1.000 € pro Monat (1 %), am Wochenende (1 % Aufschlag) und beim Bargeld über 200 € oder 5 Abhebungen pro Monat (2 %, mind. 1 €).
Ist Revolut sicher?
Revolut arbeitet in der EU über die Revolut Bank UAB mit einer Banklizenz aus Litauen. Einlagen sind über die litauische Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt. Wir nutzen Revolut seit rund vier Jahren, bei uns klappt alles sehr gut.
Kann man mit Revolut im Ausland gebührenfrei bezahlen?
Ja, im Standard-Tarif unter der Woche bis 1.000 € Umtausch pro Monat. Wir haben so zum Beispiel in Thailand ohne Fremdwährungskosten bezahlt. Am Wochenende verlangt Revolut 1 % Aufschlag.
Brauche ich die physische Revolut-Karte?
Zum Bezahlen per Handy nicht. Wir mussten sie trotzdem bestellen, weil einige Geschäfte nur eine echte Karte akzeptiert haben. Für Reisen empfehlen wir sie, auch als Reserve, wenn der Handy-Akku leer ist.
Kann ich mit Revolut QR-Codes auf Rechnungen scannen?
Bei uns hat das nicht funktioniert. Im Revolut-Forum wünschen sich Nutzer diese Funktion für SEPA-Überweisungen. Bis dahin bleibt nur, IBAN und Betrag von Hand einzutippen.
Revolut oder N26: Was ist besser für Reisen?
Für Reisen außerhalb des Euroraums ist Revolut beim Bezahlen in Fremdwährung stärker. N26 ist im Euroraum beim Bargeld großzügiger und eignet sich gut als Alltagskonto. Den ausführlichen Vergleich findet ihr in unserem Beitrag zum Gratiskonto für Reisen.
Hinweis: Das sind unsere persönlichen Erfahrungen und keine Finanzberatung. Gebühren ändern sich, prüft sie vor der Kontoeröffnung in der App oder auf der Website von Revolut. Quellen: Preisverzeichnis „Persönliche Gebühren (Standard)“ von Revolut Österreich (11/2026), Revolut Community-Forum, capitalo.at (easybank). Titelbild: eigenes Foto, Khao Lak, Februar 2026.


