Reisen mit Kind
Lange Autofahrt mit Baby & Kleinkind 2026: Planung, Regeln und Tipps
Stand Oktober 2026: Kindersitzregeln in Österreich und den Nachbarländern, die Empfehlungen zu Pausen und Babyschale sowie Vignette und Maut für Slowenien, Kroatien und Italien haben wir für diesen Beitrag neu geprüft.
Wien–Istrien, Linz–Gardasee oder Graz–Dalmatien: Für Erwachsene sind solche Strecken Routine, mit Baby oder Kleinkind auf der Rückbank wird daraus ein Projekt. Mit dem richtigen Abfahrtszeitpunkt, realistischen Pausen, einem passenden Kindersitz und ein paar Vorbereitungen für Hitze, Stau und Maut wird die Fahrt deutlich entspannter.
Das Wichtigste in Kürze:
- Pausen: Der ADAC rät mit Kindern zu einer Pause alle 1,5 bis 2 Stunden und zu höchstens 500 km pro Tag.
- Babyschale: Als Faustregel gelten höchstens 2 Stunden am Stück, bei Neugeborenen besser deutlich kürzer.
- Kindersitzpflicht Österreich: für Kinder unter 14 Jahren und unter 135 cm. In Deutschland und Italien gilt sie bis 150 cm.
- i-Size (R129): Neue Sitze müssen bis mindestens 15 Monate rückwärts gerichtet genutzt werden. Rückwärts auf dem Beifahrersitz nur mit deaktiviertem Airbag.
- Hitze: Bei 26 °C und Sonne hat das Auto in wenigen Minuten rund 40 °C. Kinder nie allein im Auto lassen.
- Maut: Slowenien nur mit E-Vignette, Kroatien und Italien zahlen an der Mautstelle. Kroatiens digitale Maut startet laut Plan erst am 1. März 2027.
Planung: Abfahrtszeit, Etappen und Pausen
Der wichtigste Hebel ist der Rhythmus eures Kindes. Der ÖAMTC empfiehlt, die Abfahrt am Biorhythmus der Kleinen auszurichten, denn wenn sie schlafen, schafft ihr größere Etappen in Ruhe. In der Praxis haben sich drei Varianten durchgesetzt:
- Früh am MorgenDas Kind im Schlafanzug ins Auto setzen und losfahren. Viele Kinder schlafen einfach weiter, und ihr seid vor der größten Hitze und dem dichtesten Reiseverkehr unterwegs.
- Zum MittagsschlafVormittag mit Bewegung, dann losfahren, wenn das Kind ohnehin müde ist.
- NachtsFunktioniert bei manchen Familien gut, aber nur mit ausgeruhtem Fahrer. Der ADAC rät bei Nachtfahrten ausdrücklich zu regelmäßigen Pausen.
Plant die Fahrt nicht nach der Ankunftszeit im Navi, sondern mit einem großzügigen Puffer. Der ADAC empfiehlt für Fahrten mit Kindern, etwa alle anderthalb bis zwei Stunden eine Pause einzulegen, idealerweise an Rastplätzen mit Spielplatz, und nicht mehr als 500 Kilometer pro Tag zu fahren. Viele Strecken ab Ostösterreich an die Adria kommen schon in diese Größenordnung. Für weitere Strecken lohnt sich ein Übernachtungsstopp, dazu unten mehr.
Tipp:
Legt die Pausen nicht nach Uhrzeit, sondern nach Laune fest. Wenn das Kind schläft, fahrt weiter und macht dafür nach dem Aufwachen eine längere Pause mit Bewegung. Bei Babys in der Babyschale gilt das allerdings nur eingeschränkt, siehe nächster Abschnitt.
Babyschale: Wie lange am Stück?
Eine gesetzliche Grenze gibt es nicht, und auch keine einheitliche Empfehlung. Die verbreitete Faustregel lautet: Babys sollten nicht länger als 2 Stunden am Stück in der Babyschale liegen. Diese Zahl nennen Hersteller wie Maxi-Cosi, und auch britische Kliniken empfehlen sie mit Verweis auf die Babyschlaf-Organisation Lullaby Trust. Dazu kommt der ehrliche Hinweis, dass es für diesen Wert keine veröffentlichte wissenschaftliche Grundlage gibt.
Für Neugeborene ist Vorsicht angebracht. Eine Pilotstudie der Universität Bristol aus dem Jahr 2016 hat Neugeborene in einem Fahrsimulator untersucht. Nach etwa einer halben Stunde in der Babyschale stiegen Herz- und Atemfrequenz, bei einigen sank die Sauerstoffsättigung. Manche Geburtskliniken raten deshalb in ihren Infoblättern, in den ersten Lebensmonaten möglichst nicht länger als etwa 30 Minuten am Stück zu fahren. Für Frühgeborene und Babys in den ersten Wochen gilt deshalb: lange Fahrten möglichst vermeiden und vorher mit dem Kinderarzt sprechen.
Was in jedem Fall hilft:
- In jeder Pause das Baby aus der Schale nehmen, damit es sich strecken und frei bewegen kann.
- Wenn möglich sitzt ein Erwachsener hinten neben dem Baby. Sonst hilft ein Rücksitzspiegel, um ein rückwärts sitzendes Kind im Blick zu haben.
- Sackt das Baby nach vorne zusammen, sofort anhalten und neu hinlegen.
- Die Babyschale ist ein Transportplatz und kein Bett. Am Ziel oder in der Pause schläft das Baby besser flach im Kinderwagen oder Reisebett.
Kindersitz-Regeln in Österreich und Europa
In Österreich müssen Kinder unter 14 Jahren, die kleiner als 135 cm sind, in einem passenden Kinderrückhaltesystem sitzen: Babyschale, Kindersitz oder Sitzerhöhung. Ab 135 cm reicht der normale Gurt, bis 150 cm wird ein Sitz aber weiterhin empfohlen. Verantwortlich ist der Lenker, Verstöße kosten Strafe und sind ein Vormerkdelikt.
Rückwärts gerichtete Sitze (Reboarder) und Babyschalen dürfen auf dem Beifahrersitz nur montiert werden, wenn der Front-Airbag dort deaktiviert ist oder sich automatisch abschaltet. Das gilt laut ÖAMTC nahezu überall in Europa.
i-Size und R44: Was gilt für euren Sitz?
Neu verkauft werden nur noch Sitze nach der Norm UN R129, besser bekannt als i-Size. Seit September 2024 dürfen Händler keine Sitze nach der alten Norm ECE R44 mehr verkaufen. Ein vorhandener R44-Sitz darf aber weiter verwendet werden. Bei i-Size richtet sich die Einteilung nach der Körpergröße statt nach dem Gewicht, die Sitze müssen zusätzlich einen Seitenaufpralltest bestehen, und Kinder fahren bis mindestens 15 Monate rückwärts.
Die Regeln in typischen Urlaubsländern
| Land | Kindersitz nötig | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Österreich | unter 14 Jahren und unter 135 cm | rückwärts vorne nur mit deaktiviertem Airbag |
| Deutschland | unter 12 Jahren und unter 150 cm | ab 3 Jahren Ausnahme, wenn auf der Rückbank kein dritter Sitz Platz hat |
| Slowenien | unter 140 cm | Strafe laut ÖAMTC 120 Euro |
| Kroatien | unter 135 cm | auf dem Beifahrersitz erst ab 150 cm |
| Italien | unter 150 cm | unter 9 kg rückwärts gerichtet; die Pflicht zum Vergessen-Alarm gilt nur für in Italien zugelassene Autos |
Quelle ist die Länderübersicht des ÖAMTC. Bei Mietwagen ist der Vermieter für die Ausstattung zuständig, kontrolliert wird aber ihr. Prüft den Sitz also bei der Übernahme.
Hitze im Auto: So bleibt die Rückbank erträglich
Kinder heizen sich schneller auf als Erwachsene, und das Auto ist im Sommer eine Hitzefalle. Laut ÖAMTC steigt die Temperatur im Innenraum bei 26 °C Außentemperatur und Sonne innerhalb weniger Minuten auf etwa 40 °C. Gurtschlösser, Sitze und Armaturen können bis zu 60 °C heiß werden. Schon rund 15 Minuten in einem geparkten Auto in praller Sonne können für Babys und Kleinkinder lebensgefährlich sein. Lasst euer Kind deshalb nie allein im Auto, auch nicht „nur kurz“ beim Zahlen an der Tankstelle.
- Vor dem Einsteigen alle Türen öffnen und kurz durchlüften. Gurtschloss und Sitzbezug mit der Hand prüfen, bevor das Kind hineinkommt.
- Den leeren Kindersitz beim Parken mit einem hellen Tuch abdecken.
- Sonnenschutz an den hinteren Seitenscheiben verwenden, die vorderen Scheiben müssen frei bleiben.
- Die Klimaanlage nicht eiskalt einstellen. Der ÖAMTC empfiehlt höchstens sechs Grad unter Außentemperatur, und die Düsen nicht direkt aufs Kind richten.
- Regelmäßig zu trinken anbieten und bei Babys in den Pausen im Nacken fühlen, ob sie verschwitzt sind.
Im Notfall, wenn ein Kind in einem heißen Auto eingeschlossen ist, wählt den Euronotruf 112 oder in Österreich die Polizei unter 133 bzw. die ÖAMTC-Pannenhilfe unter 120.
Reiseübelkeit beim Kind
Reisekrankheit tritt laut DAK bis zum Alter von etwa 12 Jahren besonders häufig auf, weil das Gleichgewichtsorgan noch empfindlich reagiert. Typisch sind Blässe, Gähnen, Unruhe und dann Übelkeit. Was oft hilft:
- aus dem Fenster nach vorne oder in die Ferne schauen statt nach unten auf Buch oder Tablet
- leichte Kost vor und während der Fahrt, nichts Fettiges
- frische Luft, Temperatur eher kühl halten
- bei ersten Anzeichen anhalten und ein paar Minuten an die Luft gehen
- Spucktüten, Küchenrolle, Feuchttücher und Wechselkleidung griffbereit vorne im Auto
Medikamente gegen Reiseübelkeit gebt ihr Kindern bitte nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt. Wenn euer Kind regelmäßig im Auto erbricht, sprecht das vor der Reise an, statt selbst etwas aus der Apotheke zu holen.
Beschäftigung nach Alter und Snacks
Beschäftigung
- Baby bis 1 JahrGreifspielzeug an einer kurzen Kette am Sitz, Knisterbücher, eure Stimme. Am meisten hilft ein Erwachsener auf der Rückbank.
- 1 bis 3 JahreBilderbücher, Stickerhefte, Wassermalbücher, Lieblingslieder zum Mitsingen und Hörspiele. Kleine, eingepackte Überraschungen alle ein bis zwei Stunden strecken die Fahrt.
- 3 bis 5 JahreHörbücher, Ratespiele wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“, Autos oder Kennzeichen zählen, Magnetspiele. Ein Tablet nur zeitlich begrenzt und in einer festen Halterung, nicht lose in der Hand.
Alles, was im Auto liegt, sollte bei einer Vollbremsung nicht zum Wurfgeschoss werden. Taschen an der Rückenlehne sind besser als Kisten auf der Rückbank.
Snacks und Getränke
Wasser, verdünnte Saftschorle, Obst, Gemüsesticks, Reiswaffeln und belegte Brote sind die Klassiker. Der ADAC rät, Kleinkinder möglichst nur in den Pausen essen zu lassen, weil sie sich bei einer starken Bremsung verschlucken können. Ganze Weintrauben, Nüsse und andere kleine, runde Lebensmittel lasst ihr bei Kleinkindern im fahrenden Auto am besten ganz weg. Ideen für gesunde Snacks, die gut transportierbar sind, findet ihr in unserem Beitrag zu Snacks für unterwegs.
Nützliches für die Rückbank
Drei Dinge, die lange Fahrten mit Kleinkind leichter machen. Achtet bei allem darauf, dass nichts lose herumfliegt.
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Notfall- und Stau-Box und eure Packliste
Ein Stau auf der A2 bei Hitze oder eine Vollsperrung vor dem Karawankentunnel kann aus einer langen Fahrt eine sehr lange machen. Packt deshalb eine kleine Box, die vorne oder hinten im Fußraum griffbereit ist und nicht im Kofferraum unter dem Gepäck:
- Wasser für mindestens einen halben Tag, Milchpulver bzw. Fertigmilch und Snacks
- Windeln, Feuchttücher, Wickelunterlage, Müllbeutel und ein Reisetöpfchen
- Wechselkleidung für Kind und Beifahrer
- Spucktüten und Küchenrolle
- Kinder-Reiseapotheke mit Fieberthermometer und den Medikamenten, die euer Kind braucht, mehr dazu in unserer Reiseapotheke-Checkliste
- Powerbank, Ladekabel und ein Ersatz-Hörspiel
- Warnwesten für alle Mitfahrer und Sonnenhut für den Fußweg, falls ihr auf dem Pannenstreifen aussteigen müsst
Für das restliche Gepäck hilft unsere Packliste. Sie ist auf zwei Erwachsene und ein Kleinkind mit dem Auto eingestellt. Ihr könnt Personen und Reiseart anpassen, Punkte abhaken und die Liste speichern oder teilen.
Die interaktive Packliste braucht JavaScript. Hier die Liste zum Durchlesen:
Dokumente & Geld
- Reisepass / Personalausweis
- Tickets & Buchungsbestätigungen (am Handy + Ausdruck)
- Versicherungsnachweis & Notfallnummer der Versicherung
- e-card / Krankenversicherungskarte (EHIC)
- Führerschein
- Kreditkarte + Debitkarte (getrennt aufbewahren)
- Bargeld für die ersten Tage
- Kopien aller Dokumente (Foto oder Cloud)
- Einverständniserklärung des anderen Elternteils
- Kopie der Geburtsurkunde
Handgepäck & Anreise
- Tagesrucksack / Handtasche
- Kopfhörer
- Buch, E-Reader oder Downloads für unterwegs
- Wichtige Medikamente ins Handgepäck
- Packwürfel
Kleidung
- Unterwäsche
- Socken
- T-Shirts / Oberteile
- Lange Hose / Jeans
- Pullover / Fleece
- Leichte Jacke
- Regenjacke
- Schlafanzug
- Bequeme Schuhe / Sneaker
- Badesachen
- Etwas Schickes für den Abend
- Sonnenbrille
- Wäschebeutel für Schmutzwäsche
Kosmetik & Bad
- Zahnbürste
- Zahnpasta & Zahnseide
- Duschgel & Shampoo (Reisegröße)
- Deo
- Gesichtscreme & Bodylotion
- Sonnencreme
- Rasierer & Rasierschaum
- Haarbürste / Kamm & Haargummis
- Föhn
- Make-up & Abschminktücher
- Tampons / Binden / Menstruationstasse
- Kontaktlinsen, Linsenmittel & Brille
- Nagelschere, Pinzette & Feile
- Verhütungsmittel
Reiseapotheke
- Persönliche Medikamente + ein paar Tage Reserve
- Schmerz- und Fiebermittel
- Pflaster & Blasenpflaster
- Wunddesinfektion
- Verbandsmaterial, Mullbinde & Tape
- Fieberthermometer
- Mittel gegen Durchfall & Elektrolyte
- Mittel gegen Sodbrennen & Verstopfung
- Mittel gegen Reiseübelkeit
- Allergiemittel
- Nasenspray & Halsschmerzmittel
- Mittel gegen Insektenstiche / Stichheiler
- Einweghandschuhe
- Kompaktes Erste-Hilfe-Set
- Ärztliche Bescheinigung für Medikamente
Technik
- Handy + Ladekabel
- Mehrfach-USB-Ladegerät
- Powerbank
- Reiseadapter
- Kamera, Akku & Speicherkarte
- Kinderkopfhörer
Im Auto
- Vignette / Maut
- Zulassungsschein & Versicherungskarte
- Warnwesten für alle Mitfahrer
- Warndreieck & Verbandskasten
- Kindersitz
- Handyhalterung & Ladekabel fürs Auto
- Snacks & Getränke für die Fahrt
- Sonnenschutz für die Seitenfenster
- Spucktüten & Feuchttücher
- Umweltplakette
Baby & Kind
- Kuscheltier / Schlafbegleiter
- Spielzeug & Bücher für unterwegs
- Malsachen / Stickerheft
- Tablet mit Offline-Inhalten
- Kindersnacks & Quetschies
- Trinkflasche / Trinklernbecher
- Wechselkleidung griffbereit
- Sonnenhut mit Nackenschutz
- Nachtlicht
- Reisebuggy / Kinderwagen + Regenschutz
- Babytrage / Tragetuch
- Windeln
- Feuchttücher
- Wickelunterlage
- Wundschutzcreme
- Kleine Müllbeutel für Windeln
- Schnuller + Ersatz
- Lätzchen
- Babyschlafsack
- Reisebett
- Babyphone
- Steckdosenschutz
- Bodys
- Fläschchen & Milchpulver
- Babynahrung für die ersten Tage
- Thermoskanne mit abgekochtem Wasser
- Mull- und Spucktücher
Reiseapotheke fürs Kind
- Fieber- und Schmerzmittel für Kinder
- Elektrolytlösung bei Durchfall
- Kochsalz-Nasentropfen
- Kinderpflaster
- Wund- und Heilsalbe
- Mückenschutz für Kinder
- Kinder-Sonnencreme LSF 50+
- Dosierspritze oder -löffel
- Nummer vom Kinderarzt & Infos zu Allergien
Sonstiges
- Hausschlüssel
- Karten- & Reisespiele
- Nähzeug & Sicherheitsnadeln
- Faltbare Einkaufstasche
- Regenschirm
Vorbereiten: 6–8 Wochen vorher
- Gültigkeit aller Reisepässe prüfen
- Pass oder Ausweis fürs Kind beantragen
- Unterkunft buchen
- Reise- und Auslandskrankenversicherung abschließen
- Babybett & Hochstuhl in der Unterkunft anfragen
Vorbereiten: 2–4 Wochen vorher
- Versorgung für Haustier & Pflanzen organisieren
- Post & Zeitung pausieren oder Nachbarn bitten
- Rezepte & Medikamentenvorrat besorgen
- Auto checken: Reifen, Öl, Licht
- Vignette / Maut digital kaufen
Vorbereiten: Eine Woche vorher
- eSIM kaufen oder Roaming-Tarif prüfen
- Offline-Karten & Übersetzer-App laden
- Dokumente fotografieren & in der Cloud sichern
- Notfallnummern speichern (Versicherung, Botschaft, Kinderarzt)
- Wetter checken & Packliste anpassen
- Wäsche waschen
- Filme, Hörbücher & Spiele für die Kinder laden
- Abwesenheitsnotiz & Rufumleitung vorbereiten
Vorbereiten: Am Tag vor der Abreise
- Alle Geräte & Powerbanks laden
- Kühlschrank leeren, Müll raus
- Pflanzen gießen
Vorbereiten: Am Abreisetag
- Stecker ziehen, Heizung runter, Wasser abdrehen
- Fenster & Türen zu, Alarmanlage an
- Ersatzschlüssel bei einer Vertrauensperson
- Letzter Check: Pässe, Handy, Geldbörse, Medikamente
Für Badeziele an der Adria lohnt sich zusätzlich ein Blick in unsere Packliste Strandurlaub, für alles rund ums Wegfahren die Checkliste für den Urlaub.
Vignette und Maut auf typischen Strecken
Österreich
2026 gibt es die Autobahnvignette noch als Klebepickerl und digital, ab 2027 nur mehr digital. Wichtig für spontane Abfahrten: Eine online gekaufte digitale Vignette gilt für Privatkunden erst nach einer 18-tägigen Rücktrittsfrist. Am Automaten oder in Vertriebsstellen gekaufte digitale Vignetten gelten sofort. Zusätzlich kosten einige Strecken Sondermaut, etwa die Tauern- und Karawankenautobahn oder der Brenner.
Slowenien
Für Autobahnen und Schnellstraßen braucht ihr eine digitale E-Vignette, die an euer Kennzeichen gebunden ist. Kaufen könnt ihr sie im DARS-Webshop, bei ÖAMTC-Stützpunkten oder an grenznahen Tankstellen. Laut ÖAMTC kostet sie 2026 für normale Pkw (Klasse 2A) 16 Euro für 7 Tage oder 32 Euro für einen Monat. Prüft Kennzeichen und Startdatum vor dem Bezahlen genau, Änderungen sind nachträglich kaum möglich. Ohne gültige Vignette drohen 300 bis 800 Euro Strafe. Der Karawankentunnel selbst ist vignettenfrei, kostet aber Sondermaut, die ihr Richtung Süden vorab bei der ASFINAG bezahlen könnt.
Kroatien
Im Jahr 2026 ändert sich noch nichts: Ihr zieht bei der Auffahrt ein Ticket und zahlt an der Ausfahrt nach Strecke, bar oder mit Karte. Ein digitales System ohne Schranken ist geplant, der landesweite Start wurde auf den 1. März 2027 verschoben. Dann soll die Maut per Mautbox oder Kennzeichenerfassung mit vorheriger Online-Registrierung abgerechnet werden. Prüft vor dem nächsten Sommer, was dann gilt.
Italien
Auf den meisten Autobahnen zieht ihr bei der Auffahrt ein Ticket und zahlt an der Ausfahrt bar oder mit Karte. Meidet die gelb markierten Telepass-Spuren, wenn ihr kein Gerät habt. Auf einigen Autobahnen rund um Mailand, etwa A36, A59 und A60, gibt es keine Mautstellen mehr. Dort wird das Kennzeichen erfasst, und ihr müsst innerhalb von 15 Tagen online, per App oder an Zahlstellen bezahlen. Wer Italien mit dem Wohnmobil oder Zelt erkundet, findet Ideen in unserem Beitrag über die schönsten Campingplätze Italiens.
Deutschland
Für Pkw gibt es auf deutschen Autobahnen keine Maut und keine Vignette.
Übernachtungsstopp: Wann er sich lohnt
Ab sechs, sieben Stunden reiner Fahrzeit ist ein Übernachtungsstopp mit Baby oder Kleinkind fast immer die entspanntere Wahl. Ihr kommt ausgeschlafen an, der erste Urlaubstag ist kein Erholungstag von der Anreise, und auch die Fahrer sind fitter. Achtet bei der Unterkunft auf drei Dinge: einen Parkplatz direkt am Haus, damit ihr nur eine Tasche hochtragen müsst, ein Familienzimmer oder Babybett und eine kostenlose Stornierung, falls der Stau euch einen Strich durch die Rechnung macht. Packt für die Nacht eine eigene kleine Tasche mit Schlafsachen, Zahnbürsten und Frühstück fürs Kind, dann bleibt der Kofferraum zu.
Auf der Strecke von Wien oder Graz Richtung Kroatien und Italien bieten sich Kärnten oder Slowenien an, von Oberösterreich Richtung Italien das Inntal oder Südtirol. Mehr Ideen für Urlaube mit Kind sammeln wir in der Rubrik Reisen mit Kind.
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Mehr zum Reisen mit Kind
Unsere anderen Ratgeber für unterwegs mit Baby und Kleinkind – und alle Reiseziele mit Familien-Check findet ihr in der Rubrik Reisen mit Kind.
Häufige Fragen zur Autofahrt mit Kleinkind
Wie oft sollte man mit Kleinkind Pause machen?
Der ADAC empfiehlt bei Fahrten mit Kindern etwa alle 1,5 bis 2 Stunden eine Pause. Schläft das Kind, könnt ihr weiterfahren und die Pause danach etwas länger machen. Mehr als 500 km pro Tag solltet ihr laut ADAC nicht planen.
Wie lange darf ein Baby in der Babyschale liegen?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Die verbreitete Faustregel lautet maximal 2 Stunden am Stück, bei Neugeborenen und Frühchen deutlich weniger. In jeder Pause das Baby aus der Schale nehmen und lange Fahrten in den ersten Wochen möglichst vermeiden.
Ab wann darf ein Kind in Österreich ohne Kindersitz fahren?
Ab 135 cm Körpergröße oder ab dem 14. Geburtstag. Bis 150 cm wird ein Sitz bzw. eine Sitzerhöhung weiterhin empfohlen. In Deutschland und Italien gilt die Pflicht bis 150 cm.
Wie lange muss ein Kind rückwärts fahren?
Bei i-Size-Sitzen nach R129 mindestens bis zum Alter von 15 Monaten. Wenn euer Sitz es zulässt, könnt ihr auch länger rückwärts fahren. Auf dem Beifahrersitz geht das nur mit deaktiviertem Airbag.
Brauche ich für Slowenien eine Vignette, wenn ich nur durchfahre?
Ja, wenn ihr Autobahnen oder Schnellstraßen nutzt. Die E-Vignette ist digital und an das Kennzeichen gebunden, die kürzeste gilt 7 Tage. Kauft sie vorab online oder beim ÖAMTC.
Was hilft gegen Reiseübelkeit beim Kind im Auto?
Aus dem Fenster in die Ferne schauen, nicht lesen oder aufs Tablet schauen, leichte Kost, frische Luft und Pausen bei ersten Anzeichen. Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt.
Ist Nachtfahren mit Kleinkind eine gute Idee?
Für manche Familien ja, weil das Kind durchschläft. Voraussetzung ist ein ausgeruhter Fahrer, der ADAC rät auch nachts zu regelmäßigen Pausen. Wer müde wird, legt sich lieber ein paar Stunden hin.
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