Neuseeland
Neuseeland Nordinsel 2026: Highlights, Route, Tipps & Kosten
Aktualisiert im Oktober 2026: Route, Preise für Hobbiton, Rotorua, Waitomo und die Bay of Islands, Shuttle- und Parkregeln am Tongariro Alpine Crossing, der Zugang zur Cathedral Cove, die neuen Camper-Regeln, Fähre und Einreise neu geprüft. Wir selbst waren Anfang 2019 auf unserer Weltreise auf der Nordinsel – unsere Erlebnisse haben wir so gelassen, alle Fakten drumherum sind auf dem aktuellen Stand.
Neuseeland Nordinsel. Endlich war es soweit, endlich sind wir in Neuseeland angekommen. Nach 3 Monaten in Südostasien haben wir uns schon echt auf die frische Luft und das „normale“ Klima gefreut. Für ganze 37 Tage haben wir unseren Campervan gemietet. Und dabei waren wir vorher noch nie campen.
In diesem Guide findet ihr neben unserem Roadtrip-Tagebuch alles, was ihr für die Neuseeland Nordinsel braucht: die schönsten Highlights mit aktuellen Preisen, eine Routenidee, Camper oder Mietwagen, die beste Reisezeit, Kosten, Einreise und Tipps für die Reise mit Kind.
Neuseeland Nordinsel auf einen Blick:
- Lage: Te Ika-a-Māui, die kleinere, aber deutlich dichter besiedelte der beiden Hauptinseln – mit Auckland und der Hauptstadt Wellington
- Reisedauer: mindestens 10–14 Tage, wir waren knapp zwei Wochen unterwegs
- Top-Highlights: Tongariro Alpine Crossing, Hobbiton, Rotorua, Waitomo, Bay of Islands, Coromandel
- Fortbewegung: Mietwagen oder Campervan, in Neuseeland herrscht Linksverkehr
- Fähre zur Südinsel: Wellington–Picton, ca. 3–3,5 Std., Camper plus 2 Personen ca. 350–500 NZD
- Beste Reisezeit: Dezember bis April, am ruhigsten im Herbst (März bis Mai)
- Einreise: NZeTA (17 NZD per App) plus Touristenabgabe IVL von 100 NZD
- Währung: Neuseeland-Dollar, 1 € ≈ 1,97 NZD (Oktober 2026)
Route und Reisedauer für die Nordinsel
Wir sind in Auckland gestartet, zuerst in den hohen Norden bis Cape Reinga gefahren und dann über Auckland, die Coromandel-Halbinsel, Hobbiton, Rotorua, Taupo und den Tongariro-Nationalpark bis nach Wellington – in knapp zwei Wochen. Das war sportlich, aber machbar. Zwischen Auckland und Wellington liegen auf direktem Weg rund 650 Kilometer, mit allen Abstechern kommt schnell das Doppelte zusammen. So würden wir die Zeit heute einteilen:
Wichtig:
Plant fürs Tongariro Alpine Crossing mindestens einen Puffertag ein. Bei Sturm, Schnee oder schlechter Sicht gibt das Department of Conservation (DOC) im Sommer die Warnung „Not Recommended Today“ heraus, und Shuttle-Anbieter sagen bei unsicheren Bedingungen ab.

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1Cape Reingai
Nördlichster Punkt, hier treffen Tasmansee und Pazifik aufeinander, mit Leuchtturm.
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2Sky Tower Aucklandi
328 Meter hoch, Eintritt 47 NZD für Erwachsene.
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3Hot Water Beachi
Eigenes Thermalbecken am Strand graben, rund um die Ebbe, starke Strömung.
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4Cathedral Covei
Seit Dezember 2024 wieder zu Fuß und per Wassertaxi oder Kajak erreichbar.
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5Hobbitoni
Filmset bei Matamata, nur mit Führung, Signature Tour 130 NZD.
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6Te Puiai
Pōhutu-Geysir, Kiwi-Schutzzentrum und Māori-Kunsthandwerk mitten in Rotorua.
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7Wai-O-Tapui
Thermalgebiet 31 km südlich von Rotorua, Lady Knox Geysir täglich um 10:15 Uhr.
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8Lake Taupoi
Größter See Neuseelands, perfekt für einen Pausetag vor dem Crossing.
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9Tongariro Alpine Crossingi
Unser Platz 1, höchster Punkt am Red Crater auf 1.886 m, 7 bis 8 Stunden Gehzeit.
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10Wellingtoni
Hauptstadt und Ende der Route, von hier fährt die Fähre nach Picton.
Die Highlights der Neuseeland Nordinsel
Die Nordinsel ist vielfältiger, als viele denken: Großstadt, subtropische Buchten, dampfende Thermalgebiete, Vulkane und natürlich das Auenland. Das sind die Orte, die ihr auf dem Schirm haben solltet – mit den aktuellen Preisen (Stand Oktober 2026, 1 € ≈ 1,97 NZD).
Auckland
Uns wurde gesagt, wir sollen hier nicht zu viel Zeit einplanen – im Nachhinein hätten wir gerne einen Tag mehr gehabt. Für einen ersten Tag in der Stadt lohnen sich:
Bay of Islands und Cape Reinga
Ganz im Norden waren wir am Cape Reinga, wo Tasmansee und Pazifik aufeinandertreffen – für Māori ist Te Rerenga Wairua ein heiliger Ort. Die Bay of Islands stand bei uns nicht auf dem Programm, hier deshalb unsere recherchierten Tipps:
- Waitangi Treaty GroundsHier wurde 1840 der Vertrag von Waitangi unterzeichnet. Internationale Besucher zahlen ab 1. Oktober 2026 78 NZD (ca. 40 €), Jugendliche von 13–17 Jahren 39 NZD, Kinder bis 12 Jahre sind frei. Das Ticket gilt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen und beinhaltet Führung, Kulturprogramm und zwei Museen.
- Hole in the RockBootstour ab Paihia zum berühmten Felsentor, oft mit Delfinen unterwegs. Rechnet mit rund 170 NZD für Erwachsene, Kinder zahlen etwa die Hälfte.
Coromandel: Cathedral Cove und Hot Water Beach
Den Hot Water Beach haben wir selbst erlebt – ein eigenes Thermalbecken am Strand graben ist einfach ein cooles Erlebnis. Gegraben wird rund um die Ebbe, Schaufeln könnt ihr vor Ort leihen. Das Meer hat hier starke Strömungen, also beim Baden vorsichtig sein.
Die Cathedral Cove (Mautohe) liegt nur wenige Minuten entfernt. Nach den schweren Unwettern 2022/23 war der Weg lange gesperrt, seit dem 1. Dezember 2024 ist die Bucht wieder zu Fuß und über das Wasser (Wassertaxi, Kajak) erreichbar. Das DOC weist aber darauf hin, dass das Gelände instabil bleibt: Bei einer orangen oder roten Wetterwarnung für Hahei wird der Weg kurzfristig geschlossen, Shuttles fahren dann nicht. Der Weg zur Gemstone Bay wird laut DOC nicht ein drittes Mal repariert, über den kurzen Weg vom Hahei Beach wird noch beraten. Schaut deshalb vor dem Besuch auf die Update-Seite des DOC.
Hobbiton
Für Max eines der Highlights der ganzen Weltreise. Das Filmset bei Matamata könnt ihr nur mit Führung besuchen: Die Signature Tour kostet heute 130 NZD (ca. 66 €), Kinder bis 10 Jahre sind kostenlos, brauchen aber ein Ticket. Alle Infos zu Touren, Buchung und Anreise findet ihr in unserem Hobbiton-Guide.
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Waitomo Glowworm Caves
Waitomo lag bei uns nicht auf der Route – Glühwürmchen haben wir erst auf der Südinsel gesehen, kostenlos in Hokitika. Die Höhlen liegen gut eine Fahrstunde von Hobbiton entfernt und sind ein beliebter Stopp zwischen Auckland und Rotorua:
Lake Taupo
Der größte See Neuseelands ist perfekt für einen Pausetag vor dem Tongariro Crossing. Unser kostenloser Platz von damals, der Reids Farm Freedom Campground (heute Hipapatua Recreational Reserve), ist laut Taupō District Council weiterhin ein offizieller Freedom-Camping-Platz – auch für nicht selbstversorgende Fahrzeuge, maximal drei Nächte. Kurz nördlich der Stadt liegen außerdem die Huka Falls.
Rotorua: Te Puia, Wai-O-Tapu und Preise
In Rotorua riecht es nach Schwefel und überall dampft es aus dem Boden. Zum Spazieren reicht der kostenlose Kuirau Park mitten in der Stadt. Für Geysire und Māori-Kultur lohnen sich diese beiden Klassiker:
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Tongariro Alpine Crossing: Shuttle, Parken und Tipps
Unser Platz 1 auf der Nordinsel. Damit euer Tag genauso gut wird, hier die wichtigsten Infos laut DOC:
Was ihr außerdem wissen solltet, bevor ihr losgeht:
Gut zu wissen fürs Crossing
- Strecke: Einweg-Wanderung von Mangatepopo nach Ketetahi.
- Parken: Am Mangatepopo-Parkplatz dürfen Crossing-Wanderer im Sommer nicht parken. Am Ende in Ketetahi gibt es einen privaten Parkplatz, an den State Highways ist Parken tabu.
- Shuttle: Die beste Lösung. Shuttles fahren aus National Park Village, Whakapapa, Ohakune, Turangi und Taupo. Ein Teil des Preises fließt in Naturschutzprojekte des DOC.
- Buchung: Das DOC empfiehlt allen Wanderern die kostenlose Buchung, für Shuttles und geführte Touren ist sie Pflicht.
- Winter (Mai bis Ende Oktober): Dann ist das Crossing eine alpine Tour mit Steigeisen, Eispickel und Helm – ohne Erfahrung nur mit Guide. Die meisten Shuttles fahren im Winter nicht.
- Brände Ende 2025: Im November und Dezember 2025 haben Feuer Teile des Nationalparks zerstört. Seit dem 10. Dezember 2025 sind Crossing und Northern Circuit wieder offen. Über die verbrannten Flächen gilt ein zehnjähriger rāhui (traditionelles Schutzgebot) – bitte respektieren.
Wichtig:
Neuseeland plant eine Zugangsgebühr für ausländische Besucher an vier besonders beliebten Orten – darunter das Tongariro Alpine Crossing und Cathedral Cove. Im Gespräch sind 20 bis 50 NZD pro Person, frühestens ab Sommer 2027. Das Gesetz ist noch nicht beschlossen, prüft vor der Reise die Seite des DOC.
Aus eigener Erfahrung: Startet so früh wie möglich, nehmt Wind- und Regenschutz mit und unterschätzt den Abstieg vom Red Crater nicht. Der lose Untergrund war für uns der schwierigste Teil.
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Unser Roadtrip-Tagebuch: knapp zwei Wochen Nordinsel im Campervan
Und hier unsere Erlebnisse Tag für Tag – so, wie wir sie damals aufgeschrieben haben. Die Preise in den Tagesberichten sind von 2019, die aktuellen findet ihr oben und weiter unten.

Tag 93: Ankunft in Auckland, Neuseeland
Nach 9 ½ Std Flug von Singapur aus sind wir endlich in Auckland gelandet. Viel sollte heute nicht mehr anstehen. Nachdem wir im Hotel angekommen sind, haben wir ein kurzes Nickerchen gemacht und uns anschließend zu einem Spaziergang gezwungen. Ansonsten hätten wir bis am Abend durchgeschlafen.
Viel gab es nicht zu sehen, aber bereits jetzt konnten wir merken, wie freundlich die Menschen hier doch sind 🙂
Bis 22 Uhr haben wir es durchgehalten und sind ins Bett gefallen. Allerdings nicht lange. Der Jetlag hat uns erwischt und um 3 Uhr in der Nacht waren wir Beide hellwach. Gegen 6 Uhr konnten wir dann doch wieder etwas Schlaf finden.
Tag 94: Unsere erste Nacht im Camper!
Camp: Uretiti Beach Campsite (13 NZ$ pro Person, damals 1 NZ$ = ca. 0,60 € – heute sind es ca. 0,51 €)
Highlight: Erste Mal in einem Camper schlafen
Und dann ging es endlich los. Der Tag der Campervan übernahme war gekommen 🙂 Nachdem wir den Checkout in unserem Hotel etwas verschlafen hatten (Doofer Jetlag), ging es um 11 Uhr zu unserem Camper.
Wir haben uns für den Anbieter „Wendekreisen“ entschieden. Warum? Naja, die bunten Juicy Camper haben uns nicht wirklich gefallen und Wendekreisen hatte das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber lasst euch gesagt sein: Campervan mieten ist sehr teuer!

Schon ein stolzer Preis, wenn man das mit den Kosten pro Nacht aus Südostasien vergleicht 😀
Dann ging es aber endlich los. Die Fahrzeugübergabe verlief reibungslos und nach 30-minütiger Einweisung und Kontrolle ging es los.
Erstes Ziel: Naja, das wussten wir noch gar nicht genau. Zunächst einmal Richtung Norden. Am darauffolgenden Tag wollten wir am nördlichsten Punkt Neuseelands sein, deswegen haben wir unsere erste Nacht irgendwo in die Mitte gelegt.
Schlussendlich haben wir uns für das Uretiti Beach Camp entschieden. Hier sollten wir unsere erste Nacht verbringen 🙂
Man zahlt nicht nur den Camper, sondern muss auch Kosten für die Campsites mit einberechnen. Die können bis zu 30 NZ$ pro Person betragen. Also knapp 20 €. Es gibt auch kostenlose Campsites, aber die sind eher rar.
Der erste Abend verlief dann doch ziemlich ruhig. Wir waren Beide noch fertig und etwas vom Jetlag geplagt. Also Tisch in Bett verwandelt und gegen 23 Uhr ging es schon schlafen. Leider ist Sabrina um 3 Uhr wieder wach geworden und hat weiter mit dem Jetlag gekämpft, während ich wunderbar schlafen konnte 🙂
Tag 95: Zum nördlichsten Punkt Neuseelands – Cape Reinga
Camp: Tapotupotu Campsite (13 NZ$ pro Person)
Highlight: Die wunderschöne Landschaft ganz im Norden, Wasserfall
Am nächsten Morgen ging es dann auch gleich weiter Richtung Norden. Heute wollten wir es bis zum nördlichsten Punkt Neuseelands schaffen. Cape Reinga hieß unser Ziel. Ca. 3 ½ Stunde sollte die Fahrt dauern. 2 Stunden davon waren eher unspektakulär. Die restlichen 1 ½ Stunden haben uns aber begeistert.
Ein Highlight gab es aber. Wir haben einen kleinen Abstecher zu den Rainbow Falls gemacht. Mega cooler Wasserfall, den ihr vom Parkplatz gleich erreichen könnt.
Im Norden ändert sich die Landschaft. Die Zivilisation wird weniger und es erstrecken sich ewig weite, grüne Hügel über den Horizont. So macht die Fahrt doch richtig Spaß. Nach einigen Lookouts haben wir unser Camp, ganz im Norden Neuseelands, erreicht.
Die Tapotupotu Campsite befindet sich ganz im Norden und liegt direkt am Strand. Die meterhohen Wellen brechen ganz in der Nähe unseres Campers und haben uns die Nacht über begleitet 🙂 Wundervoll!
Wir haben dann auch nur noch die Natur genossen und den Abend entspannt ausklingen lassen.
Tag 96: Zurück entlang der Westküste der Nordinsel
Camp: Waipoua Forest Camp (20 NZ$ pro Person)
Highlight: Leuchtturm Cape Reinga, Sanddünen, Erster Sternenhimmel
Am nächsten Tag ging es gleich zum nördlich gelegenen Leuchtturm. Dieser war nur rund 10 Minuten von unserer Campsite entfernt.
Vom Leuchtturm aus sieht man, wie das tasmanische Meer und der Pazifik aufeinandertreffen. Echt faszinierend. Außerdem gibt es hier wunderschöne Felsformationen, die sich die Küste entlang ziehen.

Wer Lust auf längere Wanderungen hat, kommt hier ebenfalls auf seine Kosten. Im Norden findet ihr unzählige Wanderrouten und könnt hier mehrere Tage verbringen.
Wir allerdings haben nur eine kleine Wanderung zum Leuchtturm unternommen und sind wieder Richtung Süden aufgebrochen. Hier findet ihr die „berühmten“ Sanddünen. Achtet einfach auf die Schilder am Straßenrand.
Viel zu sagen gibt es zu den Sanddünen nicht. Wer will kann sich einen Schlitten ausborgen (10$) und damit die Dünen herunterfahren. Wir sind aber einfach nur auf die Dünen rauf und haben ein paar Fotos gemacht 😉
Anschließend ging es die Westküste runter. Unser nächstes Ziel war der Waipoua Forest. Und das war wirklich im nirgendwo. Wir sind rund 1 Stunde durch dichten Wald gefahren bis aus dem nichts unser Camp aufgetaucht ist.
Zum ersten Mal hatten wir eine Campsite mit Strom und konnten all unsere Geräte laden. Außerdem gab es einen Grill, den wir trotz Regen genutzt haben 😉
Ein weiteres Highlight hatten wir beim Gang zu den Waschräumen. Über uns zeigte sich ein mega Sternenhimmel, den wir so noch nie gesehen hatten. Da es weit und breit keine Stadt in der Nähe gab, war die Lichtverschmutzung so gering, dass man die Milchstraße mit dem bloßen Auge sehen konnte. Einfach Mega!
Tag 97: Weiter Richtung Auckland
Camp: Stillwater Motor Camp (16 NZ$ pro Person)
Highlight: Toka Toka Berg auf dem Rückweg
Und weiter geht´s. Früh ging es Richtung Süden. Heute wollten wir es bis kurz vor Auckland schaffen, damit wir am darauffolgenden Tag die Stadt erkunden konnten. Auf dem Weg dahin gab es leider kaum was zu sehen.
Sabrina hat dann aber doch einen coolen Aussichtspunkt gefunden. Mitten im Flachland erhebt sich ein kleines Gebirge. Der Toka Toka Berg ist leicht zu erkennen, denn er ist ziemlich schmal.
Der Aufstieg dauert zwar nur 10 Minuten, ist aber nicht ohne. Wir waren am Gipfel ziemlich aus der Puste, hatten aber einen mega Ausblick auf die umliegende Landschaft!

Anschließend ging es weiter Richtung Auckland. Wir haben uns einen Camping Platz ca. 45 Minuten nördlich von Auckland ausgesucht. So konnten wir entspannt am nächsten Morgen nach Auckland fahren und hatten genug Zeit die Stadt zu erkunden.
Tag 98: Auckland und Hot Water Beach
Camp: Hot Water Beach TOP 10 Holiday Park (26 NZ$ pP)
Highlights: Auckland (wunderschöne Stadt); Hot Water Beach
Gleich in der früh sind wir Richtung Auckland aufgebrochen. Und schon nach den ersten Metern hat uns die Stadt super gefallen. Wir hatten bisher nicht so viel gutes über Auckland gehört. Uns wurde eigentlich nur gesagt, dass wir nicht allzu viel Zeit einplanen sollten.
Im Nachhinein hätten wir hier aber doch einen Tag länger verbringen wollen. Denn die Stadt ist wirklich lieb. Sabrina konnte eine Runde shoppen gehen, während ich beim Friseur saß. In den netten Cafes gab es gutes Essen und die vielen Parks in der Stadt sind ebenfalls einen Besuch wert.
Wir sind einmal quer durch die Stadt bis zum Hafen gelaufen, haben hier einen veganen Burger gegessen und mussten gegen 16 Uhr schon Richtung Hot Water Beach aufbrechen.
Also, wenn ihr mal nach Auckland kommen solltet, dann plant doch etwas mehr Zeit ein als wir 😉
Zum Hot Water Beach sind wir dann noch weitere 2 ½ Stunden Richtung Osten gefahren.
Der Hot Water Beach heißt so, weil es am Strand eine heiße Quelle gibt. So gibt es in einem kleinen Bereich am Strand eine Art heißen Fluss. Und das Wasser ist wirklich heiß. Die Pools, die mit der Schaufel gegraben werden, befinden sich links und rechts von dem kleinen, heißen Bach.
Natürlich waren wir nicht die Einzigen, die das erleben wollten. Als wir am Abend ankamen, waren bereits alle Pools besetzt und auch kein Platz mehr, um einen neuen zu graben. Ihr solltet allerdings nicht so schnell aufgeben. Meist bleiben die Leute nicht so lange in den Pools und wir hatten nach 10 Minuten unser eigenes Becken 🙂
So haben wir über 1 Stunde in unserem Pool verbracht und die ersten Sterne bewundern können. Sogar die ein oder andere Sternschnuppe konnten wir sehen. Echt cooles Erlebnis und definitiv einen Besuch wert!
Tag 99: Hobbiton – Ein Highlight von Neuseelands Nordinsel
Camp: Brocks Place (Nahe Hobbiton, 12 NZ$ pP)
Highlight: Hobbiton
Unser Weg sollte ursprünglich die Westküste entlang Richtung Rotorua gehen. Nach einen kleinen Pipi Pause haben wir unsere Route kurz überdacht. Der ursprüngliche Plan war, nach Rotorua das Hobbit Dorf zu besuchen. Allerdings lag Hobbiton noch vor Rotorua und wir würden uns 2 Fahrtstunden sparen.
Also schnell gecheckt, ob es noch Karten für die Hobbiton Tour gab. Und wir hatten Glück. Es gab noch genug Karten für den Abend. Also gleich gebucht (89 NZ$ pP – heute kostet die Signature Tour 130 NZD) und schon war die Route geändert.
Auf Hobbiton habe ich (Max) mich schon die ganze Reise lang gefreut. Schon seit Jahren wollte ich unbedingt mal hier hin. Das Wetter war perfekt und gegen 15:30Uhr sind wir in Hobbiton angekommen. Noch war nicht viel zu sehen aber die Landschaft ist einfach schön.
Also haben wir „eingecheckt“ und wurden noch auf eine frühere Tour gebucht, damit wir nicht solange warten mussten.
Und dann ging es endlich los!
Mit einem Bus wurden wir die kurze Strecke zum Hobbit Dorf gefahren. Währenddessen liefen im Fernsehen einige Interviews der Darsteller und unser Guide gab uns die ersten Infos. Wir waren rund 30 Leute.
Von oben sahen wir bereits das Dorf und das Green Dragon (Kneipe in Hobbiton). Dann durften wir endlich aussteigen. Durch einen schmalen Gang ging es Richtung Dorf. Nach der Kurve erstreckt sich ganz Hobbiton vor einem. Überall seht ihr die Hobbit Häuser. Die Häuser sind natürlich nicht voll ausgebaut, es existiert lediglich die Fassade und es lassen sich nur 2 Türen wirklich öffnen.
Und es schaut wirklich noch genauso aus wie im Film! Wer vor Bilbos Haus steht, fühlt sich gleich in den Film hineinversetzt. Die Informationen vom Guide waren ebenfalls interessant. Zum Beispiel ist der Baum über Bilbos Haus nicht echt und wurde extra angefertigt. Die Blätter hatten zunächst die falsche Farbe und so mussten die rund 200.000 Blätter vor Ort einzeln neu angemalt werden. Der Baum selbst ist aber nur einige Sekunden im Film zu sehen 🙂
Weiter geht es durchs Dorf bis man schließlich über die Brücke zum Green Dragon geht. Hier kann man wirklich reingehen und es gab für jeden ein kostenloses Hobbiton Bier 🙂 Es gibt auch Touren, an dem ihr hier zusätzlich Abendessen bekommt. Kostet glaub ich 139 NZ$ (heute kostet die Evening Banquet Tour 240 NZD). Hätte ich vorher gewusst, dass mir die Tour so gut gefällt, hätte ich die 139NZ$ aber gerne gezahlt! Hobbiton am Abend muss wunderschön aussehen!
Am Abend konnten wir dann direkt in der Nähe einen Campingplatz finden. Wir waren also immer noch im Auenland und genauso sah die Landschaft auch aus. Wunderschöne grüne Hügel erstreckten sich am Horizont und sollten uns am nächsten Morgen einen mega Sonnenaufgang bescheren.
An dem Abend haben wir außerdem noch ein nettes Pärchen kennengelernt, mit denen wir die nächsten 12 Tage zusammen reisen sollten 🙂
Tag 100: Rotorua – Geothermische Aktivitäten in der Stadt
Camp: Holdens Bay Holiday Park
Highlight: Geothermische Aktivität
Und damit lag Hobbiton schon hinter uns. Ein echtes Highlight unserer Reise. Von den schönen grünen Wiesen ging es weiter Richtung Rotorua. Bekannt für seine geothermischen Aktivitäten.
Wenn ihr durch den Ort fahrt, könntet ihr denken, das es überall brennt, denn ständig zieht Rauch über die Straßen. Dieser Rauch stammt von dem heißen Wasser, welches durch die geothermische Aktivität entsteht.
Ein super Platz um ein bisschen spazieren zu gehen und das Schauspiel zu beobachten ist der Kuirau Park.
Wir sind anschließend beim See vorbeigefahren und haben einen Blick auf die Anglikanische Kirche im Ort geworfen.
Nächster Stopp war ein Maori Dorf. Ja, leider war es dann doch eher eine reine Touristenattraktion. Hier konnte man allerdings auch einige Geysire bestaunen, die bis zu 20 Meter Höhe erreichen können.

Danach sind wir auch schon in unser Camp aufgebrochen. Gefolgt von einem netten Grillabend 🙂
Tag 101: Wai-O-Tapu. Geysire und mehr!
Camp: Reids Freedom Campground (kostenlos)
Highlight: Geysire und Wandern
Früh ging es am nächsten Tag weiter. Heute stand Wai-O-Tapu auf dem Plan. Ebenfalls ein Gebiet mit viel geothermischer Aktivität. Nach rund 2 Stunden Fahrt hatten wir auch schon unser Ziel erreicht.
Hier lassen sich gut 1-2 Stunden verbringen. Allerdings seid ihr mit ziemlicher Gewissheit nicht allein, denn hier sind sehr viele Touristen unterwegs.
Anschließend haben wir uns für eine kleine Wanderung entschlossen. Das sollte als kleine Vorbereitung für das Tongariro Crossing sein. Dafür haben wir uns für den Rainbow Mountain Track unweit von Wai O Tapu entschieden. Insgesamt eine ca 3 stündige Wanderung mit tollem Ausblick.

Dann ging es weiter Richtung Lake Taupo. Unser Camp haben wir kurz vor Taupo im Reids Freedom Campground gefunden. Nur zu empfehlen 🙂
Tag 102: Lake Taupo! Einfach mal entspannen.
Camp: Discovery Lodge Tongariro (20NZ / Person)
Highlight: Am Lake Taupo entspannen
In der früh ging es zum Lake Taupo, dem größten See der Nordinsel. Und ja, er ist riesig. Die letzten Tage waren wir viel unterwegs. Der ursprüngliche Plan war es, mit den Kanus über den Lake zu paddeln. Als wir dann allerdings die Kosten für den Verleih gesehen haben, haben wir uns dagegen entschieden. Rund 40NZ$ pro Stunde pro Person war dann doch etwas zu viel des Guten.
Aber halb so wild. Wir haben einfach mal ein paar Stunden am See verbracht. In der Sonne entspannt und im kalten Wasser erfrischt.
Viel gibt es über den Tag also nicht zu sagen 🙂
Gegen Nachmittag sind wir in den Tongariro National Park aufgebrochen. Und wer Herr der Ringe Fan ist, sollte auch diesen Spot nicht verpassen.
Im NP befindet sich der Mt Ngauruhoe, der Schicksalsberg aus HdR. Mega Erlebnis, den allein aus der Ferne zu sehen.
Für den nächsten Tag hatten wir das Tongariro Crossing geplant. Eine rund 7 stündige Wanderung entlang des Berges. Start: 4:30Uhr! Also früh schlafen gehen 🙂
Tag 103: Phänomenal.. das Tongariro Alpine Crossing!
Camp: Mangaweka (kostenlos)
Highlight: Tongariro Alpine Crossing 17 Km Wanderung
- 5 Uhr: StartDie ersten Kilometer gehen nur leicht bergauf.
- Devil´s StaircaseRund 45 Minuten steil bergauf, zum Glück über Treppen.
- Höchster PunktExtrem windig, Blick auf die Emerald Lakes, Lake Taupo und Mordor.
- Steiler AbstiegRund 500 Meter bergab auf losem Untergrund, der schwierigste Teil.
- Emerald Lakes und Blue LakeFrühstückspause, dann durch den alten Krater zum letzten Anstieg.
- Hinunter zum ShuttleRund 2 ½ Stunden bis zum Parkplatz, insgesamt rund 7 ½ Stunden.
Es ging früh los, sehr früh. Um 4Uhr klingelte der Wecker. Um 4:30Uhr war schon der Shuttle Bus zum Startpunkt der Wanderung bei unserer Unterkunft angekommen.
Kleiner Hinweis: Der Shuttle Bus kostete uns nochmal 40NZ$ pro Person – heute rechnet ihr mit rund 90 NZD hin und zurück. Am Berg selbst kann man leider nirgends lange parken, weswegen man auf den Shuttle Service angewiesen ist.
Um 5 Uhr haben wir den Start der Wanderung erreicht. Das hatte zwei Vorteile: 1. war es noch nicht so heiß und 2. waren noch nicht ganz so viele Menschen unterwegs. Aber alleine ist man nie.
Die ersten Kilometer sind leicht zu bewältigen. Hier geht es nur leicht bergauf. Die Landschaft ist aber auch hier schon atemberaubend. Mit der aufgehenden Sonne zeigte sich mehr und mehr der Schicksalsberg.
Dann aber kommt der wohl anstrengendste Teil der Wanderung: Devil´s Staircase. Hier geht es rund 45 Minuten steil bergauf. Der Untergrund ist aber zum Glück nicht loses Geröll, sondern ihr könnt ziemlich komfortabel über Treppen die Höhenmeter überwinden.
Auf dem ersten Plateau angekommen wird es dann aber auch schon windig. Die Sonne war inzwischen aufgegangen und wir hatten von hier oben eine super Aussicht.
Anschließend ging es zur Erholung ein paar hundert Meter ohne Steigung geradeaus. Ein unbeschreibliches Gefühl zwischen den beiden Vulkanen hindurchzugehen.
Es folgt der nächste Aufstieg. Dieses Mal ohne Treppen. Der Weg war aber relativ fest, sodass wir gut gehen konnten und schnell voran kamen. Zeit gekostet haben eher die vielen Fotos 🙂
Und dann waren wir auch schon am höchsten Punkt der Wanderung. Extrem windig, aber auch extrem schön. Von hier oben habt ihr einen super Blick auf die Emerald Lakes und das umliegende Land. In der Ferne sieht man den Lake Taupo und in der anderen Richtung liegt Mordor 😀
Jetzt folgte der schwierigste Teil der Wanderung. Nicht weil es anstrengend war, sondern weil es jetzt rund 500 Meter steil bergab ging. Und dieser Weg war nicht gesichert und der Untergrund extrem lose. Sabrina hat sich 2-3 Mal unfreiwillig hingelegt und wir haben auch viele andere stürzen sehen. Das war nicht ohne!
Belohnt wurde man mit den Emerald Lakes.
Hier haben wir auch unsere erste größere Pause eingelegt und gefrühstückt 🙂
Und dann ging es auch schon weiter. Dieses Mal durch den alten Krater. Ohne Anstieg, einfach geradeaus, bis es hinauf zum Blue Lake ging. Der letzte Anstieg der Wanderung.
Oben angekommen habt ihr nochmal einen wunderschönen Blick auf den Krater und auf den Blue Lake.

Von hier aus ging es nur noch bergab. Aber unterschätzt die Entfernung nicht. Von oben seht ihr ganz klein den Punkt, wo euch das Shuttle einsammelt.
Kleiner Hinweis:
Das Tongariro Crossing ist kein Rundweg. Ihr kommt also nicht da heraus, wo ihr gestartet seid 😉
Unterschätzt aber die Entfernung zum Shuttle nicht. Man könnte meinen, dass man in einer Stunde unten ist. Da müsstet ihr aber schon rennen. Wir haben im zügigen Tempo und 2-3 Pausen rund 2 1/2 Stunden benötigt! Der Weg geht nämlich nicht gerade bergab, sondern schlängelt sich den Berg hinunter.
Irgendwann erreicht ihr die Baumgrenze und ab da fühlt ihr euch wie im Dschungel. Eine schöne Abwechslung zur vorherigen Umgebung. Allerdings laufe ich viel lieber über der Baumgrenzen 🙂
Dann tauchte plötzlich der Parkplatz vor uns auf. In rund 7 1/2 Stunden hatten wir die Wanderung hinter uns gebracht.
Erschöpft aber glücklich ging es zurück zur Unterkunft.
Da es noch früh war, hatten wir uns dazu entschlossen an dem Nachmittag noch weiter Richtung Wellington zu fahren. Also fuhren wir noch 2 Stunden südwärts nach Mangaweka, wo wir einen netten, kostenlosen Campingplatz direkt am Fluss fanden.
Ein echt schöner Tag in Neuseeland ging zu Ende.
Tag 104: Wellington. Wir hätten uns mehr erhofft!
Camp: Top 10 Holiday Park (20NZ$/Person)
Highlight: Wellington
In Wellington angekommen haben wir gleich den Top 10 Holiday Park angesteuert. Ein echt schöner Campingplatz. Lange blieben wir nicht hier, denn wir sind gleich mit dem Bus in die Innenstadt gefahren.
Wellington an sich hat uns dann aber doch nicht so umgehauen. Ursprünglich hatten wir geplant 2 Nächte hier zu verbringen und dann mit der Fähre auf die Südinsel überzusetzen.

2 Gründe haben uns dazu bewogen, nur eine Nacht zu bleiben. 1. Wellington hat uns echt nicht umgehauen. Eine schöne nette Stadt aber viel gab es dann doch nicht zu sehen. Hat uns Auckland besser gefallen. 2. Wir waren immer noch mit dem Pärchen unterwegs, welches wir in Hobbiton kennengelernt hatten. Und wir waren auf der selben Wellenlänge. Sie hatten von vornherein nur eine Nacht in Wellington geplant, hatten aber auf der Südinsel die ziemlich gleiche Route wie wir geplant.
Also sind auch wir nur eine Nacht in Wellington geblieben und mit ihnen gemeinsam auf die Südinsel übergesetzt. Wir hatten auch etwas Glück, denn es gab noch genügend Tickets für die Fähre. Das ist nicht die Regel und ihr solltet schon 2-3 Tage vor Abfahrt euer Ticket buchen. Das Ticket selbst ist nicht ganz günstig und lag bei uns zwischen 180 NZ$ und 300 NZ$ – heute zahlt ihr für Camper plus zwei Personen eher 350–500 NZD.
Nach einem alkoholreichen Tag in Wellington ging es am Abend zurück zum Top 10 Holiday Park 🙂
Tag 105: Wellington und Überfahrt zu Neuseelands Südinsel
Camp:
Highlight: Überfahrt
Unsere Fähre ging erst am Nachmittag. Wir konnten also noch den ganzen Morgen nutzen um Wellington zu erkunden. Also sind wir mit dem Cable Car rauf zum botanischen Garten gefahren. Anschließend sind wir ohne bestimmtes Ziel durch Wellington gelaufen, haben noch das öffentliche Museum mitgenommen und waren Shoppen & Essen. Dann ging es aber auch schon mit den Autos zur Fähre.
Ich kann mich nicht daran erinnern schon mal mit einer Autofähre gefahren zu sein. Zumindest nicht mit einer so großen. Aber ich muss sagen: Es hat alles sehr, sehr gut funktioniert.
Nachdem wir die Autos abgestellt hatten, haben wir uns im Bordrestaurant getroffen. Uns hat es aber relativ schnell nach draußen gezogen. Die Fahrt entlang der Küste war echt schön. Zwischendurch ging es zum Aufwärmen immer mal wieder kurz ins Restaurant.

Das Highlight war dann aber die Ankunft an der Südinsel. Durch schmale Fjorde ging es rund 1 Std zum Hafen in Picton. Atemberaubend wie das Licht der untergehenden Sonne auf den grünen Hügeln aussah.
Als wir die Fähre verlassen hatten, war es schon dunkel. Eigentlich wollten wir nicht mehr allzu lange fahren. Ursprünglicher Plan war es, eine Stunde Richtung Nelson zu fahren. Am nächsten Tag wollten wir schon im Abel Tasman NP sein.
Aus 1 Stunde Fahrt wurden 3 Stunden, denn wir fanden einfach keinen freien oder noch offenen Campingplatz. Das war das erste und zum Glück letzte Mal, dass wir damit Probleme hatten.
Schlussendlich haben wir uns auf einen bereits geschlossenen Campingplatz kurz vorm Abel Tasman NP gestellt.
Leider haben wir dadurch die Stadt Nelson komplett verpasst. Soll sehr nett dort sein 🙂
* Affiliate-Link: Bucht oder kauft ihr darüber, bekommen wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts.
Camper oder Mietwagen für die Nordinsel?
Wir waren 37 Tage mit dem Campervan von Wendekreisen unterwegs – den Anbieter gibt es übrigens weiterhin – und haben die Zeit geliebt. Trotzdem passt nicht für jeden dasselbe:
- FührerscheinIst euer Führerschein nicht auf Englisch, braucht ihr zusätzlich einen internationalen Führerschein oder eine anerkannte Übersetzung. Gefahren wird links.
- Sprit2026 ist Tanken in Neuseeland deutlich teurer geworden. Im Mai 2026 lag Benzin (91) bei ca. 3,10–3,40 NZD pro Liter, Diesel bei ca. 3,20 NZD.
Camper vergleichen: Wendekreisen, JUCY, Britz, Maui und Co. haben je nach Saison sehr unterschiedliche Preise. Einen schnellen Überblick über die Anbieter in Auckland und Wellington bekommt ihr bei Camperdays* – dort seht ihr Preise inklusive Versicherungsoptionen nebeneinander. Achtet für Freedom Camping auf ein zertifiziertes Self-contained-Fahrzeug.
* Affiliate-Link: Bucht ihr darüber, bekommen wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts.
Freedom Camping: die neuen Regeln für Self-contained-Camper
Unser VW T5 war damals als „Self Contained“ eingestuft. Seitdem haben sich die Regeln deutlich verschärft:
Die Regeln für Freedom Camping
- Green Warrant: Wild bzw. „frei“ campen dürft ihr auf öffentlichen Flächen nur noch mit einem zertifizierten Fahrzeug mit grünem Warrant. Die alten blauen Plaketten sind ungültig. Für Mietcamper gilt das seit Dezember 2024, für Privatfahrzeuge endete die Übergangsfrist am 6. Juni 2026.
- Fest eingebaute Toilette: Eine mobile Campingtoilette reicht nicht mehr. Dazu kommen Frischwasser (mindestens 4 Liter pro Person und Tag für drei Tage), Abwassertank und Mülleimer.
- Strafen: Wer ohne Zertifikat auf einem Freedom-Camping-Platz steht, riskiert 400 NZD Bußgeld.
- Campingplätze: Einfache DOC-Plätze kosten meist ca. 10–20 NZD pro Erwachsenem und Nacht, Holiday Parks mit Küche und Duschen deutlich mehr. Einige Gemeinden wie Taupō bieten auch kostenlose Plätze für nicht selbstversorgende Fahrzeuge an.
Mit der Fähre von Wellington auf die Südinsel
Die Überfahrt durch die Marlborough Sounds war für uns ein echtes Highlight. Das solltet ihr wissen:
Anbieter: Interislander (größere Schiffe, mehr Service) und Bluebridge (kleiner, oft etwas günstiger). Im Sommer solltet ihr früh buchen.
Wie es auf der anderen Seite weitergeht, lest ihr in unserem Guide zur Neuseeland Südinsel.
Plant eure Nordinsel-Reise
Unterkunft und Ausflüge für die Route Auckland – Rotorua – Taupo:
* Affiliate-Link: Bucht ihr darüber, bekommen wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts.
Beste Reisezeit für die Nordinsel
Die Nordinsel ist milder als die Südinsel, ganz im Norden fast subtropisch. Denkt daran, dass die Jahreszeiten umgekehrt sind:
Was kostet die Neuseeland Nordinsel?
Neuseeland ist kein günstiges Reiseland, das haben wir nach drei Monaten Südostasien schnell gemerkt. Bei uns kostete der Camper ca. 3.200 € für 37 Tage inklusive Vollkasko. Heute solltet ihr mit diesen Preisen rechnen (Stand Oktober 2026, 1 € ≈ 1,97 NZD):
| Was | Preis |
|---|---|
| Campervan | ab ca. 35 NZD pro Tag in der Nebensaison bis über 300 NZD in der Hochsaison |
| Campingplatz | DOC-Plätze ca. 10–20 NZD pro Person, Freedom Camping mit Green Warrant kostenlos |
| Sprit | ca. 3,10–3,40 NZD pro Liter Benzin (Mai 2026) |
| Hobbiton Signature Tour | 130 NZD (ca. 66 €) |
| Tongariro-Shuttle | ca. 90 NZD (ca. 46 €) hin und zurück |
| Fähre Wellington–Picton | ca. 350–500 NZD für Camper plus zwei Personen |
| NZeTA und IVL | zusammen 117 NZD (ca. 59 €) pro Person |

Was kostet euch die Reise? Rechnet euer Budget mit unserem Reisekosten-Rechner aus – so seht ihr schnell, was ein Roadtrip durch Neuseeland insgesamt kostet.
Einreise nach Neuseeland: Das gilt aktuell
Vor dem Abflug erledigen
- NZeTA: Deutsche, Österreicher und Schweizer brauchen für einen Urlaub bis zu 3 Monaten kein Visum, aber eine elektronische Einreiseerlaubnis. Sie kostet 17 NZD über die offizielle App bzw. 23 NZD online, gilt 2 Jahre und sollte mindestens 72 Stunden vor Abflug beantragt werden.
- Touristenabgabe IVL: Mit der NZeTA zahlt ihr die International Visitor Conservation and Tourism Levy von 100 NZD (ca. 51 €) pro Person – seit Oktober 2024 statt vorher 35 NZD.
- Reisepass: Muss über die geplante Aufenthaltsdauer hinaus gültig sein. Ein Rück- oder Weiterflugticket solltet ihr vorweisen können.
- Biosecurity: Lebensmittel, benutzte Wanderschuhe und Campingausrüstung müsst ihr bei der Einreise angeben, sonst drohen Strafen ab 400 NZD.
Die Regeln können sich ändern. Schaut vor der Reise auf die Seite des Auswärtigen Amts bzw. die Reiseinformationen des österreichischen Außenministeriums (bmeia.gv.at). Mehr zum Thema findet ihr in unserem Beitrag zu Einreisebestimmungen und Visa.
Neuseeland Nordinsel mit Kind
Die Nordinsel ist ein super Ziel für Familien: kurze Wege, viel Natur und kaum Gefahren. Wir waren selbst noch ohne Finn dort, deshalb hier unsere recherchierten Tipps:
- Kindersitz: Kinder unter 7 Jahren müssen in Neuseeland in einem zugelassenen Kindersitz fahren. Bucht ihn beim Vermieter mit und fragt nach, ob der Camper passende Sitzplätze mit Befestigung hat.
- Hobbiton: Kinder bis 10 Jahre sind bei der Signature Tour kostenlos, brauchen aber ein gebuchtes Ticket.
- Rotorua: Bei Te Puia sind Kinder unter 5 frei, im Kiwi-Schutzzentrum seht ihr echte Kiwis. Auf den Wegen in Thermalgebieten Kinder immer an der Hand halten.
- Hot Water Beach: Das Wasser kann richtig heiß werden – erst selbst testen, dann die Kleinen reinsetzen.
- Tongariro: Das Crossing ist für kleine Kinder zu lang. Kürzere Wege rund um Whakapapa Village sind die bessere Wahl.
Fragen & Antworten zur Neuseeland Nordinsel
Wie viele Tage braucht man für die Nordinsel?
Für die Klassiker von Auckland über Hobbiton, Rotorua und Tongariro bis Wellington reichen 7–10 Tage. Mit Bay of Islands und Cape Reinga solltet ihr 2 Wochen einplanen.
Was sind die Highlights der Neuseeland Nordinsel?
Das Tongariro Alpine Crossing, Hobbiton, die Thermalgebiete in Rotorua, die Glühwürmchenhöhlen in Waitomo, die Bay of Islands sowie Cathedral Cove und Hot Water Beach auf der Coromandel-Halbinsel.
Nordinsel oder Südinsel – was ist schöner?
Die Südinsel hat die spektakuläreren Berge und Fjorde, die Nordinsel mehr Kultur, Thermalgebiete und Strände. Wenn ihr nur eine Insel schafft, nehmt die Südinsel – am schönsten ist aber die Kombination.
Kann man am Tongariro Alpine Crossing parken?
Am Startparkplatz Mangatepopo dürfen Crossing-Wanderer im Sommer nicht parken. Nutzt ein Shuttle für rund 90 NZD hin und zurück oder einen Park-and-Ride-Service.
Ist Cathedral Cove wieder offen?
Ja, seit dem 1. Dezember 2024 ist die Bucht wieder zu Fuß und über das Wasser erreichbar. Bei orangen oder roten Wetterwarnungen schließt das DOC den Weg kurzfristig.
Was kostet die Fähre von Wellington nach Picton?
Als Fußpassagier ab ca. 80–100 NZD, mit Campervan und zwei Personen ca. 350–500 NZD. Im Sommer solltet ihr früh buchen.
Braucht man für Neuseeland ein Visum?
Nein, für einen Urlaub bis zu 3 Monaten nicht. Ihr braucht aber die NZeTA (17 NZD per App) und zahlt die Touristenabgabe IVL von 100 NZD.
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Fazit Neuseeland Nordinsel
Wie erwartet hat uns Neuseeland von Anfang an gefallen. Es war mal etwas ganz anderes und wir können das jedem nur empfehlen.
Das Essen war jetzt nicht das beste, da wir aber meist selbst gekocht haben, hat uns das nicht gestört. Dafür gab es überall Sojamilch. Gut für Sabrina, um ihre Kaffee Sucht zu stillen 🙂
Unsere Highlights der Nordinsel:
Platz 1: Tongariro Alpine Crossing

Platz 2: Hobbiton

Platz 3: Einfach mit einem Campervan unterwegs zu sein

Platz 4: Hot Water Beach

Wie es auf der Südinsel weiterging, lest ihr in unserem Guide zur Neuseeland Südinsel mit Milford Sound und Kaikoura. Alles zum Auenland findet ihr in unserem Beitrag über Hobbiton – und nach Neuseeland ging es für uns weiter nach Fidschi.
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